BUND Kreisgruppe Siegen-Wittgenstein
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Satte Apfelernte auf der Streuobstwiese

09. November 2021 | regionale BUND-Projekte

Ein Riesenspaß für alle – Erwachsene und Kinder helfen fleißig mit bei der diesjährigen Apfelernte in Bürbach

Naturpädagoge mit Kindergartenkindern beim Apfelschälen © Ines Schulte-Wilde

Dieter Trösken – unser Streuobstwiesenpfleger – steht auf der Leiter. Die ist 8 m lang. Er steigt auf, pflückt und reicht von oben die gefüllten Eimer am Seil nach unten, wo Klaus Lücke, sein fleißiger Helfer bereitsteht, den Eimer leert und ihn wieder am Seil hochzieht.  So wird geerntet, Stunde um Stunde, mehrere Tage lang: Rote Sternrenette, Grahams Jubiläum, Landsberger Renette, Kaiser Wilhelm, Grafensteiner – alte Apfelsorten allesamt, die sich nicht nur vom Aussehen, sondern vor allem durch den Geschmack unterscheiden. Und die Geschmacksvielfalt ist es, die das Ernten so interessant macht.

Andere sind dabei, die Äpfel mit Apfelpflückern zu ernten, Erwachsene und Kinder. Sie sind alle gekommen, weil Lea Burwitz sie eingeladen hatte. Seit kurzer Zeit gibt es nämlich mit uns einen Kontakt zu der Foodsharing Kampagne in Siegen, maßgeblich vertreten durch Lea Burwitz, Promoterin für Urbane Gärten im Kreis Siegen-Wittgenstein. Links für weitere Infos: www.urbangardening-siwi.de und
www.eineweltforumsiegen.de/urban-gardening/www.urbangardening-siwi.de

Pflege, Ernte von regionalen und alten Apfelbäumen, ebenso die weitere Verarbeitung gemeinschaftlich sind Teile des urban gardening Konzeptes. Unser Projekt der Streuobstwiese passt daher sehr gut in die der Vernetzung mit diesem Konzept hinein. Unser Ziel ist es, weitere Möglichkeiten und Synergien zu entwickeln.

Die gepflückten Äpfel sollen dann in einem weiteren Projekt weiter genutzt werden z. B. zum Einkochen, Essen, Backen usw. BUND-Mitglieder werden ebenfalls dort mitmachen.
Pressemitteilung vom 29.10.2021 aus der Westfälischen Rundschau

 

Unsere BUND Streuobstwiese – ein echtes Idyll

Streuobstwiesen sind ein wichtiger Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Früher waren ringförmig um die Dörfer des Siegerlandes Streuobstwiesen angelegt, sie sind auch heute noch hier und dort sichtbar. Auf diesen Wiesen befinden sich oftmals alte allergenarme Apfelsorten. Um sich nicht nur theoretisch mit dem Thema Streuobstwiese auseinanderzusetzen, nahm der BUND Siegen-Wittgenstein dies zum Anlass, eine mit überaltertem, aber biologisch wertvollem Baumbestand in die Jahre gekommene Streuobstwiese in Siegen-Bürbach zu betreuen. Sie wurde durch Ergänzungspflanzungen revitalisiert. Auch abgestorbene Bäume und Totholzhaufen sind auf der Obstwiese zu finden, denn gerade solche Totholz-Lebensräume sind für die Erhaltung der biologischen Vielfalt unersetzlich. 

Daneben gibt es jedes Jahr auch was zu ernten. Es hat sich gezeigt, dass dort nicht nur leckere Äpfel gedeihen, sondern auch Kinder Natur hautnah erleben können. Mit Kinder- und Jugendgruppen wurden bereits mehrfach unter fachlicher und pädagogischer Anleitung Äpfel geerntet und noch auf der Obstwiese gekeltert. Der leckere Apfelsaft wurde direkt vor Ort probiert.

Mittlerweile befinden sich auf der Streuobstwiese neben einzelnen Birnen und Pflaumenbäumen weitere 27 Apfelbäume. Bei diesen Bäumen wurden 13 verschiedene alte Apfelsorten bestimmt.

Unsere aktuelle Apfelsortenliste

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