BUND Mitglied Achim Walder erhält den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Mit dem Zitat von Mahatma Ghandi ‚Das Ziel weicht ständig vor uns zurück. Genugtuung liegt im Einsatz, nicht im Erreichen. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.‘ leitete Andreas Müller, Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein, heute seine Laudatio zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Achim Walder ein. Dabei wurde deutlich, dass Achim in seinem Wirken als Umweltschützer im Verkehrsbereich mit seiner Tatkraft und seinem Wissen viele Institutionen und Verbände bereichert und motiviert hat.

Bundesverdienstkreuz Achim Walder

Elfrun Bernshausen, Ingrid Walder, Achim Walder, Landrat Andreas Müller

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Angetreten zur Gratulation: BUND-Aktive meinen: „Super, Achim!“

ADFC,  Bürgerbusverein Kreuztal, – Bad Laasphe, – Wenden, Verkehrsclub Deutschland, Arbeitskreis Schienenverkehr, ProBahn, VHS oder BUND: in vielen Fällen kreuzten sich die Aufgabengebiete. Schon vor 20 Jahren hatte Achim mit der Idee der Einführung eines Job-Tickets bei den hiesigen Verkehrsbetrieben dicke Bretter bohren müssen und Neuland betreten. Doch steter Tropfen höhlte den Stein und jetzt, nach Jahren seines Einsatzes, kann man an vielen Stellen unseres Kreisgebietes die Früchte seiner Beharrlichkeit erkennen. Elfrun Bernshausen, die stellv. Bürgermeisterin aus Kreuztal, erinnerte daran, dass der Sinn der Verdienstmedaille/Verdienstorden der Bundesrepublik „ein Wirken zum friedlichen Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland“ beinhaltet. Wie Don Quichote habe Achim Walder oft gegen Windmühlen gekämpft, dabei aber große Beharrlichkeit und Durchsetzungskraft bewiesen. Der Verein Bürgerbus Kreuztal, dessen Vorsitzender er ist, wurde zum Vorbild für die Region und die Stadt Kreuztal sei stolz auf die gelungene Vision, die nun bereits seit 18 Jahren umgesetzt sei. Der VCD hatte Abgesandte von Bundes- Landes- u. Kreisebene zur Feierstunde geschickt. Fahrradabstellanlagen und Semsterticket (heute NRW-Studententicket) habe er mit ‚Sturheit und unheimlicher Ruhe‘ vorangetrieben, so der Stellvertreter und ergänzte: ‚der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im heimischen Raum ist ohne Achim Walder eine Suppe ohne Salz‘.

Verdienstorden Achim Walder

Lob und Dank -auch für 21 Jahre BUND-Treue- … nun das Bundesverdienstkreuz als Krönung! Sprecher Martin Zapletal und Bärbel Gelling sagen Danke.

 Dies bestätigte auch der Vertreter des Arbeitskreises Schienenverkehr. Bereits 1996 habe Achim Walder auf die Missstände bei den Zugverbindungen aufmerksam gemacht. Er habe es verstanden, die Presse zu mobilisieren, worauf die Vertreter der Bahn oftmals hätten Rede und Antwort stehen müssen. So habe z.B. nun auch Bad Laasphe um 5 Uhr seinen Zug nach Erndtebrück. Anfang der der 80-ger Jahre trat Achim bereits dem BUND bei und blieb ihm bis heute treu. Tür an Tür mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) hatte man damals ein gemeinsames Büro in der Hüttenwiese und später in der Sandstraße. So konnte man sich problemlos austauschen. Uli Banken vom BUND betonte noch einmal die Mannigfaltigkeit der Ideen Achims, die Welt zu verbessern. Beharrlichkeit, Frusttoleranz und sich nicht ablenken zu lassen, seien große Charakterstärken. Heute sei es üblich, in Projekten zu denken, doch das sei oftmals Reparaturverhalten. ‚Ich habe seinen Mut und seine Energie immer bewundert,‘ – diese Anerkennung kam schließlich vom früheren Landrat Paul Breuer. Bürger die nicht nur Ideen hätten, sondern auch Leute gewinnen und etwas umsetzen könnten, nötigten ihm Respekt ab, auch wenn man nicht immer am gleichen Strang gezogen habe. Achim Walder selbst hob hervor, dass all seine Aktivitäten nur gemeinsam mit den vielen Gruppierungen und Mitstreitern möglich geworden sind, und dankte allen für ihre Unterstützung und ihr Engagement.
Mit einem anschließenden kleinen Empfang im LYZ wurde die Feierstunde, bei der auch die Familie anwesend war, abgerundet. Im privaten Gespräch wurde so manche Anekdote ausgetauscht. Schließlich begegneten sich hier Wegbegleiter aus 40 Jahren ehrenamltlicher Arbeit in Kooperaton und Mitarbeit von Achim.
Das Bundesverdienstkreuz war ein logischer Meilenstein und krönender Abschluß seines verdienten Wirkens. Achim kann sich nun noch intensiver seinem beiden kleinen Enkeln widmen. Ganz sicher wird er dem Anliegen einer umweltverträglichen Mobilität aber weiterhin eine Stimme verleihen.
(Ines Schulte-Wilde)