Länderübergreifende Waldexkursion “Kalteiche”

Naturerbe Buchenwälder, alte Bäume, Wasser und Waldgeschichten

Kalteiche_Flyer_Waldexkursion_Entwurf [Kompatibilitätsmodus]Bei dieser Waldwanderung erleben die Exkursionsteilnehmer u.a. die große
ökologische Bedeutung von alten Wäldern, Alt- und Totholz, Quellen,
Bergbächen und Wildtierkorridoren für die Biodiversität.
Die Kalteiche ist ein einzigartiger Naturschatz und hat eine große Bedeutung für die Erholung, den Klimaschutz und die Artenvielfalt. Rotmilan, Schwarzstorch, Schwarzspecht, Feuersalamander, Haselhuhn und Wildkatze sind hier zu Hause.

Tauchen Sie mit uns ein in diese wertvolle Waldlandschaft am Dreiländereck
und zeigen Sie Ihre Verbundenheit zu unserer Heimat.
Im Anschluss gibt es einen kleinen Imbiss und Getränke am Forsthaus
Steinbach. Wir freuen uns auf Sie.

Treffpunkt am Forsthaus Steinbach
In 35708 Haiger-Steinbach, der Beschilderung zum Sportplatz folgen (Straße “Am Stollen”). Am Sportplatz vorbei, dem Teerweg in den Wald folgen (wird ausgeschildert), nach ca. 1,5 km erreicht man das Forsthaus Steinbach.

Infos: Helga Düben, Tel.: 02751-5512, info@nabu-siwi.de

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Wandern entlang der Rothaarbahn

Wandermagazin_D_Wandern-entlang-der-Rothaarbahn_TitelDie südwestfälischen Mittelgebirgslandschaften Siegerland und Wittgensteiner Bergland mit dem Naturpark Rothaargebirge und dem Quellgebiet von Eder, Lahn und Sieg bieten ideale Möglichkeiten für ein besonderes Wander- und Naturerlebnis und zahlreiche Sehenswürdigkeiten für Ausflüge. Fünf Wandertouren entlang der RothaarBahn und Oberen LahntalBahn zwischen Siegen und Bad Berleburg / Bad Laasphe. Alle Wanderungen beginnen und enden an Bahnhöfen.
1. Zur Ginsburg und nach Hilchenbach
2. Über die Ederquelle nach Erndtebrück
3. Zur Ginsburg und nach Erndtebrück
4. Zum Kindelsberg
5. Auf dem Priesterweg in Bad Berleburg
==> Wandern entlang der Rothaarbahn

 

Soll der XP-PC in Rente?

Meiner Meinung nach läuft vieles in unserer Gesellschaft und auch unserer Welt aus dem Ruder. Getrieben von der Gier nach immer mehr Geld entstehen immer seltsamere Ideen und Projekte, wie der Gewinn von Firmen immer weiter maximiert werden kann, ohne Rücksicht auf Verluste bei Arbeitnehmern, der Umwelt und der Gesellschaft. Seit 1998 bin ich im PC-Bereich tätig. Zuerst habe ich PCService für Privat- und Firmenkunden angeboten, später hatte ich einen „PCLaden“. Egal, wieviele Kunden ich hatte (zu den besten Zeiten waren es 1400, die ich zusammen mit 2 Mitarbeitern bediente) – ich hatte nie ausreichend Zeit und Möglichkeit genug Personen (auch außerhalb meines Kundenkreises) davon zu überzeugen, dass der Weg, den unsere Gesellschaft im PC-Bereich eingeschlagen hat kein guter ist. Inzwischen beschränke ich mich auf Schulungen im PC und Elektrotechnik-Bereich, damit erreiche ich mehr Menschen!

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Veranstaltungen des BUND-Kreis Siegen-Wittgenstein im Jahr 2014

Die Kreisgruppe des BUND Siegen/Wittgenstein veranstaltet grundsätzlich jeden 3. Sonntag im Monat eine Wanderung unter naturkundlichem Aspekt. Der Blick auf Landschaftsformen, Fauna und Flora des jeweiligen Gebietes sollen ins Bewusstsein rücken, ökologische Gesichtspunkte Berücksichtigung finden. Und nicht zuletzt steht auch das Genusswandern im Vordergrund d.h. in der Regel wird es auch immer eine Einkehrmöglichkeit geben.

Die Detailplanung wird rechtzeitig bekanntgegeben. Änderungen behalten wir uns allerdings vor. Aus diesem Grund können wir nicht jetzt schon alle Termine des Jahres vorstellen. Die Wanderungen im Winter und im Sommerurlaubsmonat werden wir kurzfristig planen. Wir bitten Sie deshalb jeweils zeitnah, die lokale Presse zu studieren bzw. unsere Internetseite zu besuchen.

Einige Termine finden Sie bereits jetzt unter Termine

Verleihung BUND-Umweltpreis für Verein Bürgerbus Kreuztal am 29.11.2013, 16.00 Uhr in Kreuztal

Im Foyer des Rathuases Kreuztal: Ehrung für Achim Walder als „Vater des Bürgerbusses“ und die Busfahrer

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Kiß, sehr geehrter lieber Achim Walder, sehr geehrte Damen und Herren. Wir sind heute hier zusammengekommen, um den Verein Bürgerbus Kreuztal für sein vorbildliches Engagement im Nahverkehr zu ehren. Als wir uns in der BUND-Kreisgruppe überlegt hatten, wer in diesem Jahr unseren Umweltpreis bekommen sollte, fiel unsere Wahl sehr schnell auf den Verein Bürgerbus Kreuztal. Weiterlesen

Ameisen – Wächter des Ökologischen Gleichgewichts

Ameisenschutzwart Falk-Harold Klaes am Hügelbau.

Dem Leitspruch „Man schützt nur, was man kennt“, folgten jetzt Kreisgruppenmitglieder des BUND für Umwelt und Naturschutz (BUND), um mehr über die Millionen der Helfer des Waldes zu erfahren, die tagtäglich auf dem Wilnsdorfer Ameisenlehrpfad unterwegs sind. Unter fachkundiger Führung des Siegeners Falk-Harold Klaes, der sich durch eine umfassende Ausbildung als Ameisenschutzwart qualifiziert hat, besichtigte die Gruppe die verschiedensten Behausungen einiger der etwa 114 Ameisenarten, die in Deutschland vorkommen. Jedermann kennt wohl die imposanten Nesthügel an den Wegrändern, wo sie bevorzugt wegen des Lichts angelegt werden. Diese filigranen Kuppelbauten über einem unterirdischen Nest, haben die fleißigen Arbeiterinnen Nadel für Nadel zusammengetragen. Das Nest, das oftmals bis zu zwei Meter in den Boden hinabreicht, bietet Schutz vor Feinden und Witterungseinflüssen und regelt die Temperatur im Bau für die Brutaufzucht. An diesem Spätherbsttag waren denn auch die meisten Öffnungen geschlossen.

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Autobahnkirche Siegerland

Zwischen „Himmel und Erde“ schweben die beiden BUND-Frauen Ursel und Rosi nach ihrem herbstlichen Arbeitseinsatz an der Autobahnkirche Siegerland in Wilnsdorf. Nachdem das hartnäckige Unkraut gejätet und eine natürliche Steinbegrenzung geschaffen wurde, legten vier erfahrene Gärtnerinnen des BUND ein schönes Pflanzbeet an. Dies soll hoffentlich über viele Jahre die Besucher des Gotteshauses erfreuen, die dort stille Einkehr halten oder um einen Reisesegen bitten wollen. Weiterlesen

Blumenwiese in der Tiergartenstraße Siegen

„Siegen blüht auf“ – vor allen Dingen an der viel befahrenen Tiergartenstraße. Ein vom BUND geschaffenes Biotop das Autofahrer, Fußgänger und Anwohner besonders erfreut, ist aber nicht nur eine Augenweide. Dieses Kleinod ist auch eine wertvolle biologische und kleinklimatische Insel mitten in der Stadt. Der BUND verwandelte im Sinne der Nachhaltigkeit einen artenarmen getrimmten Rasen in dieses Refugium. Zum Einsatz kam dabei eine Samenmischung aus etwa 200 verschiedenen Arten, die zu jeder Jahreszeit einen anderen Anblick hervorzaubern. Im August bestach besonders die mannshohe Wegwarte. Sichtlich zufrieden schauen deshalb auch die Vorsitzenden Bärbel Gelling und Martin Zapletal in die Kamera.

Medien- und Fachberichte zum Themenbereich Landwirtschaft, Natur- und Umweltschutz in Mediatheken

Die Mediatheken der öffentich-rechtlichen Fernsehsender bieten eine Vielzahl von Berichten zum Thema Natur- und Umweltschutz an.

Dies ist auch als spezielles Angebot für Schulen gedacht, wenn z.B. einmal kurzfristig eine Vertretungsstunde angesetzt wird und man schnell ein Angebot für den Unterricht benötigt.

Einfach das jeweilige Bild anklicken und bei der Suche die Begriffe wie z.B. Alte Obstsorten, Bioprodukte, Gewässer, Landwirtschaft, Massentierhaltung, Natur, Trinkwasser, Recycling, Umwelt oder Umweltschutz bzw. das spezielle Thema oder die spezielle Sendung eingeben. Weiterlesen

WÖLFE in Deutschland – erwünschte Heimkehrer … oder die Rückkehr einer Gefahr?

Nach langer Abwesenheit kehrte der Wolf nach Deutschland zurück: Ausgehend von der sächsischen Lausitz und in Brandenburg ziehen mehrere Rudel bereits seit Jahren erfolgreich ihre Welpen auf, die später nach Westen abwandern und allmählich ihre alten Lebensräume neu besiedeln. Diese Besiedlung unserer Wildbahn durch Isegrim stößt nicht überall auf Zustimmung: Von Naturschützern zwar freudig begrüßt, lehnen u.a. Teile der Jägerschaft und Tierhalter ihn als Konkurrenten, Schafskiller und Gefahr für die öffentliche Sicherheit heftig ab. Hierbei werden gerne uralte Ängste und Vorurteile geschürt. Weiterlesen

Ein toller Erfolg war die Auftaktveranstaltung zur Ausstellung „Stadtgrün und Stadtkultur“

BUND-Vorsitzender Martin Zapletal
Foto: Jürgen E. Arndt

Zur Vernissage im Rahmen einer kleinen Feierstunde würdigte Harald Peter , stv.Vorstandsvoritzender der Sparkasse Siegen, den internaltional bekannten Architekten und Künstler Dieter Magnus. BUND-Vorsitzenden Martin Zapletal stellte die Verdienste Magnus‘ heraus und erinnerte an die Anfangsüberlegungen zum Abriss der Siegplatte, zu deren Verwirklichung sowohl der Umweltkünstler als auch der Umweltverband, sowie die damalige Bürgerinitiative „ohne Grün ist alles grau“ den Denkanstoß gaben.
Bürgermeister Steffen Mues zeigte sich erfreut über die reibungslosen Bauarbeiten an der Sieg und weiteren Überlegungen zur Stadtverschönerung gegenüber aufgeschlossen. Weiterlesen

Bundesfreiwilligendienst in der BUND-Landesgeschäftsstelle in Düsseldorf

Der BUND ist ein aktiver, schlagkräftiger und unabhängiger Umwelt- und Naturschutzverband – eine Plattform für alle, die gemeinsam mit anderen aktiv werden wollen. Der Landesverband Nordrhein-Westfalen zählt rund 24.000 Mitglieder, und wir sind landesweit in fast allen Kreisen und Städten durch ehrenamtlich arbeitende Gruppen und Projekte vertreten. Hinzu kommen die vielfältigen Aktivitäten der BUNDjugend NRW.

Zur Unterstützung unseres Teams in der Landesgeschäftsstelle in Düsseldorf und unserer vielen BUND-Gruppen vor Ort suchen wir zum nächst möglichen Zeitpunkt eine/n Bundesfreiwillige/n, der / die – nach Absprache – ein halbes oder ein ganzes Jahr lang in Teilzeit oder Vollzeit hierbei mitwirken möchte.

Zu den Aufgaben gehören insbesondere:

  • Organisatorisch-praktische Unterstützung von BUND-Aktionen und -Veranstaltungen
  • Unterstützung von BUND-Gruppen bei Aufbau / Einrichtung ihrer homepage und beim facebook-Auftritt des Landesverbandes
  • Unterstützung bei Recherchetätigkeiten

Wichtige Voraussetzungen:

  • Interesse an organisatorischen Tätigkeiten
  • Erfahrungen im Umgang mit dem PC und der gängigen Office-Anwendungen sowie mit CMS / Typo3 und die Bereitschaft, diese Kenntnisse an andere weiterzugeben
  • Engagement und Freude an Teamarbeit

Wir bieten:

  • Eine abwechselungsreiche, sinnerfüllte Arbeit für den Umwelt- und Naturschutz
  • Einblick in die vielfältigen Tätigkeiten und Abläufe des BUND
  • Eine Vergütung gemäß den Bestimmungen des Bundesfreiwilligendienstes nach individueller Vereinbarung
  • Fortbildungen im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes

Allgemeine Informationen rund um den Bundesfreiwilligendienst im BUND gibt es unter
http://www.bund.net/aktiv_werden/bundesfreiwilligendienst/infos_fuer_freiwillige/

Weitere Informationen über den BUND NRW gibt es unter www.bund-nrw.de

Rückfragen und Bewerbungen bitte bei Jochen Behrmann, jochen.behrmann@bund.net, Tel. 0211 / 302005-14

Lärmmessung des BUND

Als ihre neueste Errungenschaft präsentierte die BUND-Kreisgruppe Siegen ihr mobiles Lärm-Meßgerät an einem Infostand bei den Siegener Lärmschutztagen im April auf dem Scheinerplatz.

Das Gerät kann ausgeliehen werden und gibt einen ersten Anhaltspunkt über die Stärke der Belastungen vor Ort.

Von dieser Möglichkiet machte sofort ein Besucher Gebrauch, der die Dezibelhöhe an seinem Wohnort Ecke Löhtor/Schnabelstraße erfasste.

BUND rettete vier prächtige Kastanien

Was ist aus den mächtigen Kastanien geworden? – Das fragen viele Siegerländer, nachdem im Jahr 2011 Bestrebungen im Gange waren, die vier vitalen Schattenspender in der Bahnhofstraße zu entfernen. Nachdem der BUND sich eingeschaltet und durch eine kleine Demo die Öffentlichkeit aufgerüttelt hatte, hatten auch Rat und Verwaltung ein Einsehen. Die Bäume bleiben stehen. Jetzt, im Frühjahr 2013, hat sich unter dem lauschigen Blätterdach der Cafegarten des neuen Bistros „Extrablatt“ etabliert und wird von den Gästen gern angenommen. Unter Bäumen sitzt es sich eben doch lauschiger als in einer Betonwüste. … Ein schöner Erfolg der BUND-Kreisgruppe Siegen!!!

BUND Umwelturkunde

wohnten der Feierstunde bei: von links: Mechthild Zimmermann, Thomas Laufenburg und Josef Stephoudt vom Bürgerverein "Alte Linde", Bärbel Gelling, -BUND-Vorsitzende-, Fotograf Herbert Bäumer sowie Ulrich Banken, Artenschutzbeauftragter des BUND

wohnten der Feierstunde bei:
von links: Mechthild Zimmermann, Thomas Laufenburg und Josef Stephoudt vom Bürgerverein „Alte Linde“, Bärbel Gelling, -BUND-Vorsitzende-, Fotograf Herbert Bäumer sowie Ulrich Banken, Artenschutzbeauftragter des BUND

Zu einer gelungenen Veranstaltung im Gasthof „Alte Linde“ in Niederdielfen fanden sich jetzt im Beisein von Abgeordneten der Wilnsdorfer Ratsparteien, die Akteure der Rettungsaktion ein, die das historische Gebäude vor dem Abriss bewahrten. Weiterlesen

Strom aus lokaler Wasserkraft

Zu einer Exkursion zur Besichtigung des Wasserhochbehälters am Lindenberg hatte jetzt der Bund für Umwelt und Naturschutz öffentlich eingeladen. Der Umweltverband wollte dabei den Focus auf eine alternative, ortsnahe Stromerzeugung legen, denn die Siegener Versorgungsbetriebe (SVB) nutzen dort die Kapazitäten des Wasserhochbehälters zur Energiegewinnung. Weiterlesen

Lebensmittelskandale: man ist, was man isst

Zurück zu den Wurzeln – vielleicht auch wieder im eigenen Garten ist der Appell des BUND.

„Schimmel im Tierfutter, Betrug bei Bioeiern, Pferdefleischskandal, Mäusekot in Backwaren, Rattengift im italienischen Salat – die Strukturen im konzerngesteuerten Lebensmittelhandel  machen bewusst, dass auf unserem Lebensmittelsektor einiges faul ist. Dies trägt nicht dazu bei, das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen,“ so die BUND-Kreisgruppe Siegen in einer Pressemitteilung.

Das Problem liege zwar auch in der  laschen Handhabung seriöser Kontrollen, doch die Wurzel des Übels hat der Umweltverband bei den Strukturen im Handel ausgemacht. Wenige Konzerne, deren Inhaber nicht umsonst auf der Liste der reichsten Deutschen ganz oben stünden, gäben vor, was bei den meisten Deutschen auf dem Teller lande. Nahrungs – u. Futtermittel würden bei der Jagd nach dem billigsten Anbieter auf der ganzen Welt eingekauft. So stehe bei den meisten Deutschen Honig aus Mexico auf dem Frühstückstisch. Die geforderte  Herkunftsangabe beim Fleisch sei trotz der wiederholten Forderung der Umwelt-u Verbraucherverbände immer noch nicht umgesetzt. Jedem Kunden müsse aber bewusst sein, dass diese Großstrukturen durch seinem Einkauf erst möglich werden.Weite Transportwege, Kühlung für längere Haltbarkeit, Massentierhaltung, Niträt- und Pestzidrückstände sowie Lohndumping würden womöglich gleich mit erkauft. „Wenn selbst der gut Verdienene möglichst immer billiger essen will, braucht es dringend einen Wertewandel.“ so Rosi Greve vom Arbeitskreis Ernährung und Landbau des BUND. „Billig kann ich mir nicht leisten“ sei deshalb ein besseres

Lebensmotto als „Geiz ist geil“. Die Umweltschützer appellieren daher  an das gesunde Bauchgefühl der Menschen. Von weit entfernt herangekarrte Ware würde auf Grund der Lebensumstände in den fernen Ländern zwar billig eingekauft, doch am Ende auf Kosten unserer eigenen Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, sowie unserer Gesundheit teuer erkauft. „Nie waren Lebensmittel so billig, nie waren ihre Nebenwirkungen so teuer“, beklagt der Umweltverband. Grundlegende Reformen müssten dazu führen, dass endlich Klasse statt Masse gefördert werde. „König Kunde“ könne den Ausstieg aus der agarindusrtiellen Überproduktion mit steuern. Ziel müsse der flächen-deckende, umweltfreundliche und tiergerechte Landbau sein der die Umwelt schont, die ländlichen Regionen stärkt und das Gefühl für Nachbarschaft wieder aufleben lässt.

30 Jahre BUND

30 Jahre BUND-Kreisgruppe | So fing alles an

AM ANFANG STAND DIE FRAGE: WIESO WILL DA JEMAND EINE AUTOBAHN DURCH UNSER SCHÖNES ROTHAARGEBIRGE BAUEN?

Irmtraud und Friedel Henstorf, Johannes und Barbara Laaser, Doris und Ulrich Banken, Jürgen und Renate Krumme, Traute Fries, Helmut Irle, Barbara und Werner Schäfer
Irmtraud und Friedel Henstorf, Johannes und Barbara Laaser, Doris und Ulrich Banken, Jürgen und Renate Krumme, Traute Fries, Helmut Irle, Barbara und Werner Schäfer

 

Schon in den 70er Jahren hatten sich die ersten Bürgerinitiativen gegen dieses Projekt gebildet. Irgendwann wurde ich auf die Aktivitäten des BUND aufmerksam, der im Jahre 1975 von dem Zoologen Prof. Grizmek, dem Naturforscher Horst Stern und anderen namhaften Wissenschaftlern ins Leben gerufen wurde. Ich sah, dass diese Organisation unsere Interessen im Umweltschutz vertritt, wusste aber auch, dass wir den BUND auf Landesebene durch unsere Mitgliedschaft stärken sollten. Weiterlesen

Weinlese 2012 – in vino vertias

Weinlese 2012 (1)Achthundert Liter Wein, in rheinhessischen Weinbergen gelesen, sind der ganze Stolz der fleißigen Siegerländer, die jetzt mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz zum ökologischen Weingut Hothum fuhren. Jedes Jahr am 3. Oktober macht sich der Umweltverband auf, um die befreundete Winzerfamilie in der Nähe von Bingen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. In diesem Jahr startete Neues Bild__eine große Gruppe mit zahlreichen Kindern an Bord eines Siegener Reisebusses. Bei herrlichem Wetter konnte man die idyllischen Städtchen entlang des Rheins entspannt auf sich wirken lassen. Doch nicht nur das gemütliche Beisammensein am gedeckten Tisch zur Vesper und bei der Weinprobe verbindet: „Vor allem das Miterleben vom Wachsen und Gedeihen der Früchte, die die Natur uns schenkt, bringt uns die Neues Bild_Bodenhaftung. Bis es köstlicher Wein werden kann sehen wir, dass vor dem Genuss die oft schweißtreibende, wenn auch erfüllende Pflicht steht. Das wissen wir zu schätzen, so die Umweltschützer. Viel Neues gab es rund um den Weinbau zu erfahren. So erklärte Karl Hothum als Inhaber des Weinguts, dass der Klimawandel in der Region unmittelbar zu spüren sei. Durch die Erwärmung müssten zum Beispiel für den Riesling neue, kühlere Standorte gefunden werden. Infrage kämen fast nur noch Nordhänge, während Rotweine an den Südhängen immer bessere Qualität lieferten. „Warum denn in die Ferne schweifen, sieh das Gute liegt so nah“ – diesem alte Goethewort hat sich der BUND verschrieben. Er sieht es als Wert an, die Direktvermarktung von landwirtschaftlichen Produkten in der Nähe zu fördern. „Unsere bäuerlichen Betriebe sollen Bestand haben, dazu können Verbraucher bewusst beitragen.“

Schulhofgestaltung

schulhofMöglichkeiten des Lernens – sei es der Schulgarten mit Obstwiese und Nutzgarten, der Schulteich oder ein Freiluftklassenzimmer – sollten in das Angebot einbezogen werden. Der BUND  hat Informationen und Beispiele rund um die Schulhofgestaltung zusammen gestellt, die viele Anregungen für eine Gestaltung bieten.

Frühlingserwachen

hasengloeckchenEs sei wieder „in“ Kleingärten anzupachten , auf dem eigenen Grundstück heimische Gehölze zu pflanzen und Nisthilfen anzubringen.. Vermehrtes Umweltbewußtsein bezeugten auch die vielen Anrufe besorgter Bürger über Natureingriffe, so die beiden Naturschutzwarte des BUND, Günther Hoffmann und Uli Banken. Wenn wieder einmal ein Baum gefällt, eine Hecke abgeholzt oder ein Waldstück gerodet werde, seien die ehrenamtlichen Naturfreunde gefragt, sich die Orte des Umweltfrevels anzusehen und dagegen einzuschreiten. Nicht selten muss der BUND aber festestellen , dass die Kommunen selbst unsensibel mit der Weiterlesen

Wildtiere hautnah erleben

wildtiereBUND-Mitglieder: Bernd Hanrath (Maler), Anja Kühn (Leiterin der Umwelt-AG OGS Rudersdorf) und Werner Koch (BUND) (v.l.n.r.)

Wildtiere hautnah erleben konnten die Kinder der Umwelt-AG in der Offenen Ganztagsschule der Katholischen Grundschule Rudersdorf. Auf Einladung der Umweltbildnerin Anja Kühn kamen der Tierpräparator Werner Koch aus Zeppenfeld, der selbst langjähriges aktives Mitglied des BUND ist, und der Tiermaler und Illustrator Bernd Hanrath aus Deuz.Zahlreiche Tiere aus Wald und Flur wie Fuchs, Uhu, Habicht, Elster, Waldschnepfe und viele mehr wurden von den Kindern bestaunt. Einen Höhepunkt bildeten die Ausführungen von Werner Koch zum Wolf, den er auch als anschauliches Präparat dabei hatte. Mit sanften Handstrichen konnten die Kinder Gefieder und Felle der Tiere befühlen und so Auge in Auge den Reiz und Zauber der heimischen Tierwelt kennen lernen. Sie begutachteten scharfe Krallen, Schnäbel, Augen und beteiligten sich angeregt mit ihrem Wissen an den Erläuterungen von Werner Koch und Bernd Hanrath. Im Anschluss daran hielten sie ihre Eindrücke unter der Anleitung des Tiermalers auf Papier fest. Mit viel Spaß und Freude entstanden beeindruckende Bilder. Die Umwelt-AG der Katholischen Grundschule Rudersdorf ist ein Angebot für die Kinder der Offenen Ganztagsschule. Als “Umweltagenten” erfahren sie, dass Spaß und Spannung trotz aller neuzeitlichen elektronischen Versuchungen schon gleich vor der Haustür zu finden sind. Bei ihren Streifzügen durch die Natur suchen sie nach Tierspuren, erforschen die Bodenlebewesen im Laubstreu, ermitteln die Überlebensstrategien der Tiere im Winter, werden künstlerisch in der Natur aktiv oder entdecken die ersten Frühlingsboten. Ganz nebenbei soll das Umweltbewusstsein der Kinder gestärkt werden, denn was sie kennen und verstehen, das werden sie auch schützen wollen. So entdecken sie den Spielort “Natur” für sich, indem sie Bewegung, Spiel, Spaß und Naturerfahrung miteinander verbinden.

Aktivitäten 2011

Januar
Begehung des Quartiers Wenscht  /G. Hoffmann, J. Suttner
Gesprächsrunde zur neuen Mitte Eiserfeld  /M.Zapletal

Februar
Teilnahme an Tagesfahrt zu d. Gänseüberwinterungsplätzen a. Niederrhein. / M. Meinhard
BUND-Wanderung  über die Höhen Geisweid/Sohlbach
BUND-Bote (Marco Schöler/I.Schu-Wi)

März
Jahreshauptversammlung
Veranstaltung „Zukunft unserer Energieversorgung“ mit BUND-NRW-Preis an die BEG.
Klimaforum/ B. Korpok
BUND-Exkursion z. BIO-Hof Heckseifen, Langenholdinghausen. Führung: B. Meinhard Weiterlesen

Jahresbericht 2011

Jahresrückblick auf die Aktivitäten der BUND-Kreisgruppe
März 2010 bis 01. März 2011

Ein prall gefüllter Terminkalender begleitete unsere Aktiven durch das letzte Jahr. Doch waren nicht nur Pflichten zu erfüllen, Entspannung beim Wandern oder Klönen mit Gleichgesinnten stand ebenfalls auf dem Programm. Weiterlesen

EINWEG ist KEIN WEG

Entschieden wendet sich die Kreisgruppe Siegen des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) gegen Bestrebungen der Discounter, Getränkedosen wieder hoffähig zu machen. Mehrwegsysteme und Glasgefäße seien ökologisch weiter im Vorteil, besonders beim Versand auf kurzem Wege unter 200 km. Der BUND bemängelt das kurzfristige Denken des Handels wenn z.B. der Sprecher der Rewe-Gruppe meine „die Dose sei die ideale Kleinpackung für unterwegs.“ Viele Bürger und Bürgerinnen nähmen den Umweltschutz sehr ernst, so Marco Schöler vom Siegener Umweltverband: „Sie achten auf ökologische Verpackungen, Schulklassen beteilgen sich an Säuberungsaktionen der Landschaft. Die Bürger sind gewissenhaft bei der Mülltrennung und haben von daher ein Recht auf eine optimale Entsorgung und vor allem Restnutzung. All dies wird sich verschlechtern, wenn der Ex-u.Hopp-Gedanke wieder zunimmt“.  Der Warentourismus über große Strecken belaste das Klima und schädige unser Straßennetz, so die Umweltschützer weiter. Im Gegensatz zum Kaufen und Wegwerfen stehe eine Produktion hochwertiger, auf lange Zeit nutzbarer und immer wieder befüllbarer Behältnisse.
Der BUND relativiert zudem die Aussage des Rewe-Sprechers, wonach der Kunde langfristig das Sortiment im Handel bestimme. Der Handel könnte viel öfter die Kunden mit ihren Wünschen unterstützen. Es sei nicht die Verbraucher gewesen, die die Getränkedosen eingefordert hätten. Wahrscheinlicher sei, dass Kostengründe des Handels eine Rolle spielten. Das letzte unerfreuliche Beispiel sei der Kampf um die Kartoffelsorte „Linda“ gewesen. Die meisten Verbraucher, nicht nur im Siegerland, würden sich freuen, wenn der Handel wirklich auf die Wünsche seiner Kunden einginge und den Umweltschutz vorantriebe. Als Wächter vor gentechnisch manipulierter Ware könne schon einmal ein starkes Zeichen gesetzt werden.

Klimaschutz in Siegen

Kurzmitteilung

Klimaschutz in Siegen

Mit Vorträgen und Info-Ständen bietet die BUND-Kreisgruppe Hilfe zu verschiedenen aktuellen Themen zum Klimaschutz. Als vorderstes Ziel geht es ums Energiesparen und um die Etablierung erneuerbarer Energien, um langfristig aus der ungesicherten Atomkraft auszusteigen. Der BUND favorisiert einen Energiemix aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Kraft-Wärme-Kopplung und die Weitererforschung der Möglichkeiten von Wasserstoff. BUND-Experten geben zu einzelnen Thema Auskunft – siehe Arbeitskreise.

Dioxin – Wir haben es satt!

Wie  jedes Jahr, so hat auch 2011 gleich zu Beginn sein Aufregerthema: „Dioxin in Lebensmitteln.“ Was muss noch alles gesagt, geschrieben, demonstriert werden, um Gehör zu finden? Politik über unsere Köpfe hinweg- das war gestern! Mischen Sie sich ein! Mit Ihrem klaren  „Nein“ zur Agrarpolitik von EU und Bundesregierung!
Unter Tel. 030-27586-574, stefan.euen@bund.net, oder www.bund.net/wir-haben-es-satt

DIOXIN – auch bei uns?

KaelbchenDas Dioxin-Thema allein auf Eier zu beziehen, hat sich längst überholt. Keine Panik zu verbreiten ist angebracht, doch  Ursachenforschung ist dringend geboten. Denn: Wer sind die „schwarzen Schafe“? Ist es nicht unsere  Geiz-ist geil-Gesellschaft? Vier Lebensmittelkonzerne bestimmen derzeit, was in die Regale kommt. Und das soll billig, billig, billig, sein . Die Zulieferer werden massiv unter Druck gesetzt. Der Preiskampf ist unerbittlich, sonst fliegt die Firma raus. Was ist also die Lösung? – Ein bisschen „mogeln“ um den Preis zu halten, oder die Konkurrenz zu unterbieten! Wird schon keiner merken… Kontrolle?  Wer legt sich schon gern mit den Großen der Branche an? Selbst Verbraucher-ministerin Ilse Aigner favorisierte vor wenigen Tagen noch die „Selbstkontrolle“.  => siehe Rubrik Ernährung und Landbau

Energie/ Rekommunalisierung der Stromnetze

Viele Jahre schon warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)  die Kommunen davor, die öffentliche Daseinsvorsorge, sei es Wasser, Abfall oder Energie an private Betreiber abzutreten,“ bekräftigt noch einmal der Vorstand des Umweltverbandes in Siegen.Die derzeitige Atomkatastrophe in Japan führt deutlich vor Augen, dass es nicht einem externen Betreiber überlassen werden kann, Messungen vorzunehmen und die Daten  darüber nach Belieben zu veröffentlichen.Die Stadt Siegen -und auch andere Siegerländer Kommunen- stehen derzeit vor der einmaligen Chance, ihr öffentliches Stromnetz zu übernehmen und in Eigenregie zu betreiben.Dies würde alternative Energieformen weiter voranbringen, da es gleiche Chancen für die Stromübernahme ins Netz für Wind-u. Sonnenergie herstellt.Derzeit wird diese Energie meist erst dann eingespeist, wenn Kapazitäten im Netz frei sind. Die Folge: nicht der umweltfreundlichen Energie kleinerer Anbieter wird der Vorzug gegeben, sondern zunächst werden die Netze mit dem von den großen Energiekonzernen erzeugten Strom gespeist.Die Akzeptanz erneuerbarer Energien wäre in der Bevölkerung noch größer, wenn deutlich wäre, wenn etwa „unser“ Windrad  eine kleine Gemeinde unabhängig versorgen könnte.Allen muss zunächst jedoch klar sein, dass die derzeitige Energieverschwendung gestoppt werden muss, fordern die Naturschützer. Die  Hauhalte könnten zum Beispiel Schwachlastzeiten (z.B. nicht alle Geräte am Montagmorgen betreiben) ausnutzen um eine gleichmäßige Energieverteilung zu erreichen. Gestaltungsvorschriften in den Kommunen könnten die ausufernde Beleuchtung von Werbetafeln und anderen  überflüssigen Energieverschwendern eindämmen. Abwärme aus Industriebetrieben muss über Fernwärmenetze weitergenutzt werden. Insgesamt muss das Gebot der Energieeffizienz in der Wirtschaft noch stärker in den Vordergrund gerückt werden. Auch die Architekten müssen in die Pflicht genommen werden. Wer kennt noch die Vorteile einer Speisekammer, die es ermöglicht, im Winter den Kühlschrank abzuschalten? Gibt es in den Häusern noch geeignete Trockenräume, die den Dauerbetrieb von elektrischen Trocknern überflüssig machen? Viele Maßnahmen, die zuletzt zu einem großen Ganzen führen, sind machbar und bieten zukunftsweisende Arbeitsplätze, so der BUND.
Der derzeitige Umgang mit Energie erinnert fatal an Goethes „Zauberlehrling“  –  „Die ich rief, die Geister, werd’ ich nun nicht los!“

BUND kritisiert geplante Baumfällungen in der Bahnhofstraße

Siegplatte-BaeumDie Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Siegerland-Wittgenstein (BUND) kritisiert die Planungen zur Neugestaltung der Siegplatte und dem angrenzenden Quartier vorrangig wegen der dann anstehenden Baumfällaktionen von mindestens 8 großen starken Bäumen. Die Kreisgruppe macht deutlich, dass eine Neupflanzung von 19 Bäumen die Gesamtsituation in keiner Weise verbessere, wenn vorher 8 große Bäume gefällt würden. Ein alter Baum erziele eine mindestens 10 bis 15-fache höhere CO2 Bindung gegenüber einem neu gepflanzten. Zur Erfüllung der Klimaschutzziele sei es daher absolut erforderlich, dass jeder nur mögliche große Baum erhalten bliebe. Bis die kleinen Bäume auch nur den alten annähernd gleich kämen, dauere es 30 bis 40 Jahre und länger. Außerdem finde sich im gesamten Stadtgebiet Siegen keine vergleichbare, so stark frequentierte Fußgängerzone als Einkaufsstraße, die solch eine Aufenthaltsqualität im Grünen bieten könne. Die  durch die bestehenden Bäume erzielte Schattenfunktion führe zur kühleren und angenehmeren Temperatur im Sommer, verbessere das Stadtklima und sei bedeutsam für die Bürgerinnen und Bürger, die dort neben den Einkaufsmöglichkeiten auch Erlebnis-,Ruhe-  und Erholungräume suchten. Große Städte seien ohnehin in den Sommermonaten durch höhere Temperaturen benachteiligt. Deshalb sei besonders für Kinder und ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger der Erhalt dieser Kühlungsfunktion im Innenstadtbereich notwendig.

Apfelallergie

ApfelallergieLebensmitteltechniker untersuchten gemeinsam mit Medizinern der Uni Hamburg alte und neu gezüchtete Apfelsorten und kamen zu einem interessanten Ergebnis: Eine Schlüsselrolle spielen die so genannten Polyphenole, die in Pflanzen beispielsweise als Farb- oder Geschmacksstoffe vorkommen. Sie sind vor allem in den alten Apfelsorten wie etwa Boskoop enthalten. Die neuen Apfelsorten weisen dagegen nur geringe Mengen von Polyphenolen auf – sie wurden wegen des säuerlichen Geschmacks weitestgehend herausgezüchtet. Welche alten Sorten verträglich sind oder nicht, wurde bisher kaum untersucht. Hilfe bietet ein Projekt des BUND Lemgo. Dort sammelt man die Erfahrungen, welche Allergiker selbst mit Apfelsorten gemacht haben.

 

http://www.bund-lemgo.de/apfelallergie.html

Siegener Klimaschützer

klimaschtzerIn Anwesenheit  von Lokalpolitikern, Lehrern und Schülern wurde das herausragende Engagement zur Förderung der Erneuerbaren Energien in tätiger Praxis ausgezeichnet. Besonders gewürdigt wurde die effektive Öffentlichkeitsarbeit und der lokale Beitrag zum Klimaschutz. BUND-Vorsitzende Bärbel Gelling (Mitte rechts) würdigt den Bürgereinsatz der BEG unter dem Vorsitz von Brigitte Korpok. Außen die BEG-Aufsichtsratsmitglieder Gerhild Weber und Ernst-Christoph Buch
Weitere Infos: www.tausendmegawatt.de

Jahresbericht 2010

BUND-Mitgliederversammlung 2010

Es erfolgt eine Aussprache über verschiedene Punkte, insbesondere die Baumfällaktion am Oberen Schloss und das von der BUND-KG in Auftrag gegebenen Baumgutachten. Die Stadt Siegen verspricht, in Zukunft, richtige Baumgutachten zu erstellen, wenn derartige Fällungen vorgesehen sind. – Auch die Planungen über die Absicht der Stadt, an der Industriestraße mehrere Bäume zu fällen, um Parkplätze zu schaffen, kommen noch mal zur Sprache. Fazit ist, dass die BUND-KG sich hier gewissermaßen auch als „außerparlamentarische Organisation“ verstehen kann, die zusammen mit der Politik und der Presse übereilte und falsche Entscheidungen der Verwaltung korrigieren und evtl. zu einem sensibleren Umgang mit der Natur beitragen kann. Weiterlesen

BUND- Mitgliederversammlung 2010

Es erfolgt eine Aussprache über verschiedene Punkte, insbes. die Baumfällaktion am Oberen Schloss und das von der BUND- KG in Auftrag gegebenen Baumgutachten. Die Stadt Siegen verspricht, in Zukunft, richtige Baumgutachten zu erstellen, wenn derartige Fällungen vorgesehen sind. – Auch die Planungen über die Absicht der Stadt, an der Industrie-straße mehrere Bäume zu fällen, um Parkplätze zu schaffen, kommen noch mal zur Sprache. Fazit ist , dass die BUND- KG sich hier gewissermaßen auch als „außerparlamentarische Organisation“ verstehen kann, die zusammen mit der Politik und der Presse übereilte und falsche Entscheidungen der Verwaltung korrigieren und evtl. zu einem sensibleren Umgang mit der Natur beitragen kann.
Einzelne Arbeitskreise berichten über ihre Aktivitäten, insbesondere aus der Mitwirkung im Landschaftsbeirat (Streichung von Bäumen aus der Satzung über Naturdenkmale, wobei hier eine ausdrückliche Missbilligung darüber erfolgt, dass viele Naturdenkmale aus der Sat-zung des Kreises eigenmächtig von einzelnen Gemeinden herausge-nommen worden sind), Berichte aus der Tätigkeit als Beratende Mit-glieder aus dem Stadtumweltausschuss AfULE und Tätigkeiten der Landschaftswacht. Vom Arbeitskreis „Gewässer“ wird berichtet, dass das Kormoranproblem hier sehr sensibel ange- gangen wird und bisher keine Tiere geschossen worden sind. Der Arbeitskreis „Ökologische Verbesserung der Innen-stadt“ hat die Vorgänge um die Planungen zum Abriss der Siegplatte aufmerksam verfolgt. Das seinerzeit vom BUND erstellte Gutachten soll noch in die Diskussion bei der Verwirklichung eines der 3 schon ausgewählten Vorschläge ein- gebracht werden. Die 3 Preise seien nur eine Grundlage für die Verwirklichung, sodass man sich hier noch zur Verbes-serung des ökologischen Zustandes einmischen könnte, damit nicht wieder Beton an die Stelle von Beton trete. Das alte Gutachten zur Verbes-serung der Sieg im Bereich der Überkragung liegt dem BUND noch vor.

FELS-Wanderung und BUND- Umwelturkunde

Die Bi’s „Herz gegen FELS“ aus Herzhausen und ‚Felsenfest gegen FELS“ aus Ruckersfeld werden  gemeinsam und öffentlichkeitswirksam eine Widerstandseiche auf Ruckersfelder Gebiet im Bereich der geplanten Trasse pflanzen.Die Pflanzung findet am Sonntag, den 25.Oktober 2009 um 11 Uhr in der der Nähe des Wanderparkplatzes „Oberbach“ statt. Wir treffen uns kurz vor 11 Uhr am Parkplatz „Oberbach“ ( an der L 728 zwischen Herzhausen und Allenbach ). Von dort aus laufen wir eine kurze Strecke Richtung Ruckersfeld auf dem geplanten Trassenverlauf. Da wir hiesige Politiker und andere „wichtige“ Leute sowie die Presse aus Siegen-Wittgenstein eingeladen haben, ist es wichtig, daß möglichst viele FELS -Gegner kommen. Ein Pavillon-Zelt mit Sitzgelegenheit, Kuchen, Waffeln u. Getränke (auch Quellwasser aus betroffenen Quellen) wird vorhanden sein. Nach Mitteilung wird auf dieser Veranstaltung der BUND dem Netzwerk eine Umwelt – Urkunde mit einer kleinen Laudatio übergeben. Auch deshalb ist es wichtig, daß verantwortliche Netzwerker anwesend sind.Liebe Frau Archinal, bitte stellen Sie diese Einladung mit den Anhängen ins Netz.Über eine rege Teilnahme würden wir uns sehr freuen.Mit freundlichen Grüßenim Namen der Bürgerinitiative „Herz gegen FELS“

Baumfällungen am Oberen Schloss

Die Fällung von vierundzwanzig Bäumen am Oberen Schloß durch die Stadt Siegen bezeichnet der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) in Siegen in einer Pressemitteilung als voreilig und unötig. Baumschutz sei ein zentrales Thema des Umweltverbandes, nicht zuletzt weil es auch ein Anliegen vieler Bürger sei, den Baumbestand im Stadtgebiet aus Gründen des Ästhetik, des Klimaschutzes und der Heimat-verbundenheit zu erhalten.„ Die kurzfristig gefällten Bäume im Schlosspark sind nun leider nicht mehr zu retten“, so die Vorsitzende des Verbandes, „dies heißt aber nicht, dass das ein Freibrief für weitere Fällmaßnahmen ist.““>Ob die Ende Oktober durchgeführten Abholzungsmaßnahmen gerechtfertig waren, wollte der Verband klären lassen und hatte jetzt  ein Baumgutachten eines renommierten Sachverständigenbüros aus Köln anfertigen lassen. Der Diplombiologe und vereidigter Baumschutzgutachter, der die Standorte an der Schlossmauer besichtigte, kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der Beseitigung der Bäume keine messtechnische Ermittlung mehr durchgeführt und auch der vorherige Zustand nicht beurteilt werden könne. Wohl aber könnten Erfahrungswerte herangezogen werden.Die Stammquerschnitte der gefällten Bäume vor Ort bestätigten die der Baumkontrollrichtlinie zugrundeliegenden Erkenntnisse, die feststellen, dass bei Bäumen in der Reifephase keine wesentlichen Schäden zu erwarten seien. Im Falle Siegen habe es sich um mittelalte Bäume um vierzig Jahre gehandelt. Die Schlossmauer habe ein Widerlager zur Verankerung der Wurzeln darge-stellt. Zitat Gutachten: „Alle gefällten Bäume, auch die in geringem Abstand von der Mauer, dürften daher nach Jahrzehnten der Anpassung an den jeweiligen Strandort ausreichend im Boden verankert worden sein. Lediglich bei zwei Exemplaren mit problematischer Ecksituation ist die Fällung zum Schutz der Mauer fachlich vertretbar, bei weiteren fünf Bäumen hätten unter Umständen mittel bis langfristig Schäden entstehen können. Die Fällung der restlichen achtzehn Bäume waren nach erster überschlägiger Einschätzung – basierend auf Erfahrungswerten- weder zum Schutz der Mauer noch aus Gründen der Verkehrssicherheit erforderlich.“Aufgrund dieser Vorgänge mahnt der BUND noch einmal zu einem sensiblen Umgang mit Baumfällungen an. Vor allem habe hier kein kurzfristiger Hand-lungsbedarf bestanden. Voreilige Schritte bis hin zu Nacht -und Nebelaktionen hinterließen bei der Bevölkerung immer einen gewissen Argwohn, dass es letztlich darum gehe, Fakten zu schaffen. Die weitere Entwicklung an der Schlossmauer hätte man über Jahre ohne Risiko beobachten können, meinen die Umweltschützer. „Beobachten wird künftig allerdings der BUND, wie es um das Vorhaben bestellt ist, eine stattliche Anzahl weiterer Bäume aufs Korn zu nehmen.“Ulrich Banken

Umwelt-Newsletter der Stadt Siegen

Im Stadtgebiet Siegen sind zahlreiche Verbände, Vereine, Initiativen und Einzelpersonen ehrenamtlich im Umweltschutz engagiert und ergänzen mit ihrer Arbeit die städtischen Umweltaktivitäten. An diese Gruppen und alle umweltinteressierten Bürgerinnen und Bürger wendet sich ein neuer Umwelt-Newsletter der Abteilung Umwelt. Er soll über Umweltaktivitäten der Stadt Siegen informieren und dabei helfen, eine größere Transparenz  zwischen der Stadtverwaltung und dem ehrenamtlichen Umweltschutz sowie der Öffentlichkeit zu schaffen.
Den Umwelt-Newsletter können Sie nachstehend als pdf-Dokument herunterladen.

pdf-ZeichenUmwelt-Newsletter

BUND-Exkursion zum Historischen Hauberg Fellinghausen im Okt.

BUND-Exkursion zum  Historischen Hauberg Fellinghausen im Okt.

Die Arbeit im Hauberg ruht zur Zeit – nicht aber das Interesse an diesem Teil der Siegerländer Kulturgeschichte. So setzten sich auf Einladung des Siegener Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Wissbegierige auf die Spuren der jüngsten Siegerländer Vergangenheit. Auf einer Fläche von vierundzwanzig Hektar entstand in Fellinghausen die alte Tradition wieder neu: Der historische Hauberg! Unter der sachkundigen Führung von Forstdirektor i.R. Alfred Becker tauchte man ein in eine straff geregelte Wirtschaftweise, einen Kreislauf der Gewinnung von Bodenschätzen unter der Erde, Holz, Getreide und Grünsaat über dem Boden. „Nachhaltigkeit – ein Wort das in unser tägliches Handeln Eingang finden sollte, wurde schon damals praktiziert,“ so Becker als passionierter Haubergsgenosse. „Die Menschen damals wussten schon wie man wirtschaftet, ohne ihre natürlichen Lebensgrundlagen zu gefährden.“ Unter der strengen Haubergsordnung wurde dem Wald entnommen, was man zum Leben brauchte. An erster Stelle Kohle für die Schmelzöfen, Lohe zum Gerben des Leders, Holz für den Hausbrand, Roggen für das Brot, Schanzen für die Backhäuser, Futter für das Vieh. „Der Hirte, damals meist ein Bediensteter der Gemeinde, genoss hohes Ansehen wegen seiner Verantwortung für den wertvollen Tierbestand, der zum Weiden in den Hauberg getrieben wurde, aber auch wegen seiner medizinischen Kenntnisse,“ fügte Becker hinzu. Diese vielfältige Form der Bewirtschaftung prägte das Siegerland mehr als drei Jahrhunderte. Man schützte und nutzte die Wälder, die einen bescheidenen Wohlstand sicherten. Die Männer und Frauen, die heute in Fellinghausen Knipp, Hainhacke und Hoach, den kleinen Hakenpflug, beherrschen, lassen für uns im Schauhauberg wieder Roggen und Buchweizen wachsen.
Das geerntete Holz aus den Niederwäldern war damals jedoch das Haupterzeugnis. Die Kohlenmeiler rauchten Tag und Nacht für die Beschickung der Lataeneöfen. Die Genossen schälten die gerbstoffreiche Rinde der Eichen aber auch zum Gerben von Tierhäuten. Alte Straßenamen in Siegen, wie der Häutebachweg oder der Lohgraben erinnern noch an diese mühevolle Arbeit. Dass eine Generation nur so viel aus der Natur nehmen darf, wie in ihrer Zeit nachwächst, ist eine zentrale Forderung der Umweltverbände, denn aus der Vergangenheit können man lernen: Bevor nämlich die segensreiche Haubergsordung die Richtschnur bildete, haben auch unsere Vorfahren einst die bittere Erfahrungen machen müssen, dass Raubbau an der Natur die Wirtschaft zum Erliegen bringt. Der Wald, den sie energetisch zum Schmelzen des Eisenerzes brauchten, war ihnen riesig und unendlich erschienen. Da er aber nur langsam nachwuchs, waren sie dabei ihre Zukunft zu verfeuern. „Wir als Nachfahren haben die Aufgabe, aus diesen Einsichten zu lernen,“ forderte Ulrich Banken vom BUND auf, „das Thema ist lebenswichtig“!

Flächenverbrauch im Siegerland

Die Naturschutzverbände werden in der Planungsphase auf Wunsch der verschiedenen Bürgerinitiativen tätig, die von diesem Projekt direkt betroffen sind. Es ist dringend notwendig, zu all diesen zurzeit gleichzeitig laufenden Planungen einmal etwas Grundsätzliches zu sagen. Zum Ersten beruht diese Gewerbe- und Industrieplanung immer noch auf dem Grundsatz ständigen Wachstums. Sie basiert auf der Annahme, dass dafür unermessliche Vorräte an Naturgütern vorhanden seien. Dem ständigen und beharrlichen Drängen von Wachstumspropheten im Verbund mit der Baulobby und ganzen Stäben von Verwaltungen und Planungsbüros können unsere Entscheidungsträger nur zu oft nach. Weiterlesen

Baumschutzsatzung Siegen

Von der jüngst beschlossenen Änderung der Baumschutzsatzung, die im Siegener Rat in geheimer Abstimmung erfolgte, zeigt sich der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) überrascht und betroffen. Ein weiteres Mal habe die Satzung einen Rückschritt erfahren, nachdem bereits im Jahre 2006 Pappeln, Weiden und Birken aus dem Schutz entlassen wurden. Erneut eine habe es auch eine Aufweichung der einstigen Beschlüsse gegeben, indem der Stammumfang erhöht wurde.
Der BUND-Vorstand richtet an die Antragsteller die Frage:
WAS IST ORTSBILDPRÄGEND  und  WAS  IST  SCHÜTZENSWERT?
Solange hierfür nicht eindeutige Kriterien festgelegt würden, sei der Beliebigkeit Tür und Tor geöffnet. Man weicht wieder mal vor den Forderungen der Bürger zurück. – Wer entscheidet übrigens zwischen Innen- und Außenbereich?
Weit mehr als eine Satzung gebe eine verlässliche und  eindeutige Baumschutz- verordnung  der Bevölkerung mehr Sicherheit.
Ein stimmiges Konzept, das den gesamten Bereich der Stadtökologie berücksichtige, sei der einzig richtige Weg.
Die biologische Vielfalt zu erhalten ist die diesjährige internatonionale Übereinkunft von Staaten. Das Jahr 2010 ist zum Jahr der Biodiversität bestimmt worden. Da stehe es den verantwortlichen Parteien gut an, nicht nur darüber zu reden, sondern vor Ort auch umzusetzen. Dazu gehöre, den vorhandenen Bestand zu erhalten und zu pflegen und auch jüngere Bäume einzubeziehen.
Abschließend wünscht sich der BUND eine größere Achtung vor der Lebensweise  unserer Vorfahren, in der die Natur und insbesondere Bäume einen hohen Stellenwert besaßen, Wenn konservativ im eigentlichen Sinne bewahrend heiße, hätten besonders diese Parteien eine Verpflichtung, ihren eigenen Leitlinien gerecht zu werden

BUND: Unhaltbarer Zustand – sofortige Nachbesserungen erforderlich

 

Neuer Fahrplan, neue Züge. Aus Richtung Köln kommen seit dem 12.12.2010 die Züge der DB Regio Rheinland GmbH, eine private DB-Tochter, von Frankfurt und Gießen die Züge der  Hessische Landesbahn GmbH (HLB), ebenfalls eine Privatbahn, bis Siegen.
Seit der Fahrplanumstellung am 12.12.2010 und der Vergabe der Beförderungsleistungen an diese beiden Eisenbahnverkehrsunternehmen gibt es zwischen Köln und Gießen keine durchgehende Verbindung mehr, Siegen ist immer Umsteigebahnhof. Die Länderbahnzeit lässt grüßen, sie endete übrigens 1920 mit Gründung der Deutschen Reichsbahn.
Im Faltblatt der DB Regio Rheinland wird mit abgestimmten Anschlüssen an zentralen Bahnhöfen geworben. In den Fahrplanheften der HLB heißt es unter der Überschrift Attraktive Verbindungen u. a.: So besteht in Siegen Anschluss nach Köln mit kurzer Übergangszeit am selben Bahnsteig. Für die Reisenden sowohl in Richtung Köln als auch in Richtung Gießen ist diese Zeit in Siegen allerdings häufig lang. Zwangsaufenthalte von einer Stunde an Werktagen oder bis zu zwei Stunden an Sonn- und Feiertagen sind seit dem 12.12.2010 tägliche Realität und leidvolle Erfahrung der Bahnkunden. Oft sehen sie nur noch die Schlusslichter der Anschlusszüge der HLB oder der DB Regio Rheinland.
Für das Umsteigen in Siegen wurden 4 Minuten eingeplant. Die Reisenden haben in diesem Zeitrahmen zwischen den Gleisen 3 und 54 auf dem Mittelbahnsteig 200 – 400 m zurück zu legen. Wenn die Züge den Hauptbahnhof Siegen planmäßig erreichen, ist diese minimale Übergangszeit für viele Reisende so gerade ausreichend. Fast jeder Zug der DB Regio Rheinland GmbH erreicht Siegen aber ein bis drei Minuten später, umgekehrt erreicht etwa nur jeder zweite Zug der HLB den Bahnhof Siegen zu der im Fahrplan angegebenen Ankunftszeit. Nach Lesart der mit dem Zweckverband Westfalen-Süd (NWL) bestehenden Verträge sind beide Verkehrsunternehmen damit allerdings pünktlich, ihnen wurde jeweils eine Toleranz von 3 Minuten eingeräumt. Der Anschluss für die Reisenden ist damit zur vertraglich geplanten Glücksache geworden.
Den verantwortlichen Akteuren und Planern der Zweckverbände und der Eisenbahnverkehrsunternehmen ist die Realität der Siegstrecke nach Köln und der Strecke Siegen – Gießen – Frankfurt seit Jahrzehnten genauestens bekannt. In beiden Relationen, besonders aber auf der Siegstrecke, sind Verspätungen von mindestens einigen Minuten eher häufig, um nicht zu sagen die Regel. Es ist daher nicht nachvollziehbar, dass der regionale Aufgabenträger für den Bahnhof Siegen einer Umsteigezeit von nur 4 Minuten zugestimmt hat. Bei der ehemaligen Bundesbahn waren für Siegen noch mindestens 5 Minuten Zeit für das Umsteigen vorgesehen. Außerdem waren Wartezeiten gängige Praxis.

Kurzmitteilung

EHEC-Skandal – oder Schrebergarten?

Sprossen des Bockshornklees aus Ägypten wurden als Verursacher der EHEC-Erkrankungen ausgemacht. Dies zeigt, dass unsere  Lebensmittel weltweit im Austausch sind. Importverbote für deutsche Gurken in Russland, Einfuhrverbote von spanischem Gemüse in Deutschland, kennzeichneten vor Entdeckung des Erregers die Märkte. Die verunsicherten Verbraucher liessen das zunächst in Verdacht geratene Gemüse links liegen. Rieseneinbussen für unsere Bauern folgten. Eins sollte uns aber doch zu denken geben: Völlig unberührt von all den Aufregungen waren jene, die längst auf die Erzeugnisse des eigenen Gartens zurückgreifen oder dem Gemüsbauern um die Ecke vertrauen konnten. Der frische Salat und die knackigen Radischen der Saison lieferten die frühlingsfrischen Zutaten. Nun ist der Skandal in weite Ferne gerückt, doch der BUND bleibt in Sachen Ernährung immer am Ball. Ein Blick in die Obstabteilungen unserer Supermärkte zeigt, dass weiterhin trotz horrender Preise zu weit angereisten Produkten gegriffen wird. Griechische Kirschen das Kilo zu 4.90 E, während sich in den Gärten und den Straßenrändern die Bäume biegen und die Früchte ungenutzt zur Erde fallen. Die Kasse zeigt 2.45 Euro für das klitzekleine Schälchen Himbeeren, wo doch der Wald voll der herrlichsten Früchte ist.  Hallo!!! Eigene Kräfte und Ideen mobilisieren, werden wir ein Volk von neuen Gärtnern!

Rund um’s Wasser

Nach den Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie sind inzwischen für die einzelnen Länder und Wasserentwicklungskonzepte aufgestellt worden. – Auch für unser Siegener und Wittgensteiner Land gibt es inzwischen umfangreiche Bestandsaufnahmen, die von der chemischen über die biologische bis zur Strukturgüte reichen. Viele Gewässer befinden sich danach nicht mehr in einem natürlichen, sondern in einem geschädigten, ja sogar zerstörten Zustand. – Nunmehr sind wir in die Phase der öffentlichen Beteiligung eingetreten und sollen anhand der inzwischen bewstehenden Bewirtschaftungspläne – das klingt schon sehr nach Nutzung Fragebögen ausgefüllt werden, anhand deren wir aus Sicht der Naturschutzverbände zu diesen Steckbriefen Stellung nehmen sollen. Es werden für die örtlichen Gewässer noch Mithelfer gesucht. Bitte um Meldung bei unserer Geschäftsstelle oder bei mir.

2009 – Unsere Wanderung im Mai

Hasenglöckchen am Feldrand

Wie angekündigt, haben wir am 17.05.09 wieder eine Wanderung gemacht. Dieses Mal mit dem besonderen Highlight „Ökomarkt“ in Kreuztal mit Wein- und Kräuterpflanzenkauf. Hinauf ging es danach auf die Allenbacher Höhe, wo uns unser Mitglied Wolfgang Weber-Barteit auf der geplanten Trasse der zukünftigen Umgehungsstraße zwischen Kreuztal und Erndtebrück führte. Ein weiterer Höhepunkt war die Wanderung mit Herrn Fasel von der Biologischen Station in den Ruckersfelder Hauberg. Der kulinarische Abschluss war das Backesfest in Ruckersfeld mit Kaffee und Kuchen. Natürlich;gab es auch frisch gebackenes Schanzenbrot aus dem Backes.

„Auf Bergmannspfaden“ – Wanderung 2008

begab man sich in diesem Jahr am 1. Mai. 9 unternehmungslustige Wanderer starteten frohgemut am Ortsausgang von Wilnsdorf in Richtung Haiger. Einen etrsten Überblick über diesen historischen Pfad lieferte das Schild an der wohl ältesten Grube des Siegerlandes, der Grube Ratzenscheid aus dem Jahre 1298. Hier übt die heideartige Vegetation eine besondere Faszination aus. Dann ging’s an der Grube Jakobssegen vorbei bis zum Sportpaltz. Dort fuhren gerade 2 Traktoren mit Leiterwagen voll fröhlichen und „Maimenschen“ auf den Platz. Dann ging es weiter an dem noch im Betrieb befindlichen Steinbruch Kettner. Sehr beeindruckend waren die wohl frisch herrgerichteten Stolleneingänge der Grube Löwenstern und Gestellsteinstollen – übrigens fachgerecht für Fledermäuse vergittert. Auch die Naturbeobachtung kam nicht zu kurz, denn in einem flachen Waldtüpmpel tummelten sich Hunderte Kaulquappen der Erdkröte, Bergmolche und Köcherfliegenlarven. Dann aber ging’s auf weichen Waldpfaden entlang des Weißbaches und seiner Quelle nach Überquerung der L 904 zügig in Richtung TÜV-Heim, wo man seinen Hunger und Durst stillen konnte. – Dann aber musste man schon wieder zurückgehen, vorbei an der CVJM-Bildungsstätte „Noah-Heim“ und durch das Gelände des Naturschutzgebietes „Grube Neue Hoffnung“. Man nahm sich vor, solche Wanderungen öfters zu machen, was dann ja auch vieteljährlich erfolgen soll.

Juli-Wanderung des BUND

Warum sollen nicht auch die Nichturlauber in den Großen Ferien etwas unternehmen? So verabredete man sich kurzerhand zu einem Besuch von Manfred Stangier’s „NaKuMe“ in Obersdorf -Rödgen am Höhenweg. Das „NaturKunstMensch“- Zentrum  zeigte sich in dieser Jahreszeit in seiner vollsten Blütenparacht. Auf der Wiese vor dem Buchewald führte uns der ehemalige Biologielehrer von einer Wilnsdorfer Schule in sein neues Projekt ein. Voll Erstaunen konnten wir die vielen Kleinbiotope, die auf verschiedenen Gesteinsarten errichtet wurden, besichtigen. Nimmt man es genau, so ist das sogar schon ein kleiner Botanischer Garten mit fast 700 verschiedenen Pflanzen. Da findet man eine Quelle mit Bachlauf, der in einer kleinen Schlucht in einen Teich mündet. Umrandet ist das Ganze von Feld-, Wiesen- und Waldbiotopen. – Viele kleine Kunstwerke stehen versteckt in der Landschaft. Allerlei Seltenheiten wachsen hier auf Kleinbiotopen wie Moortümpel, Sumpfried, Ruderalstelle, Steinhaufen und Felsformation. Nach dieser gelungenen Führung, für die wir Manfred ein herzliches Dankeschön sagen, stärkte man sich in der Gaststätte auf der Eremitage. – Dann ging es mit frischem Elan ins FFH-Gebiet „Weissbachtal“. Auf dem ca. 5,5 km langen und in „Fredes Wanderführer“ gut beschriebenen Rundkurs konnte man auf den Wiesen und im Wald die wunderbare Symbiose zwischen Wildpflanzen und Insekten bestaunen. Das „Flora-Fauna-Habitat“ gehört heute zu den fest installierten Schutzgebieten von „gemeinschaftlichem“ Interesse der Europäischen Gemeinschaft. Die Pflege erfolgt nach genau festgeschriebenen Anweisungen nach Förderprogrammen und unter Beachtung des „Verschlechterungsverbot“.

Weitere Solarstrom-Gemeinschaftsanlagen in Planung

Die Hofgemeinschaft des Birkenhofes stellt gerne weitere Dachflächen für Solarstromanlagen zur Verfügung. Auf dem Dach des Gemüselagers kann kurzfristig eine weitere Gemeinschaftsanlage errichtet werden.Daneben laufen Planungen zur Errichtung von Bürgersolarstromanlagen auf städtischen Gebäuden im Stadtgebiet Siegen. Beteiligungen an Solarstrom-Gemeinschaftsanlagen sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sie sind auch eine attraktive Geldanlage. Wenn es gelingt, die Anlagen zum größten Teil oder sogar komplett aus den Einlagen der Beteiligten zu finanzieren (ohne Bankdarlehen), werden bereits ab dem ersten Betriebsjahr Überschüsse erzielt, die für Ausschüttungen an die Beteiligten zur Verfügung stehen.Nähere Informationen zu den Projekten und den Beteiligungsmöglichkeiten können angefordert werden bei: Brigitte Korpok, Gewerbestr. 26, 57078 Siegen, Tel. privat 0271/8706939, Tel. Büro 02732/582346, Email  sonnenstrom@korpok.de

Neue Sonnenstromanlage auf dem Birkenhof

OLYMPUS DIGITAL CAMERA‚Die internationale Staatengemeinschaft versagt im Kampf gegen den Klimawandel. Die Ergebnisse von Bali sind meilenweit von dem entfernt, was im Kampf gegen die bereits spürbaren Auswirkungen des Klimawandels notwendig wäre….Die Bundesregierung ist bisher zwar Weltmeister im Verhandeln und Ankündigen von Klimazielen, spielt bei der Minderung der CO2-Emissionen im eigenen Land aber in der Kreisliga“. Es sei notwendig, dass Deutschland in Zukunft nicht nur verbal eine Vorreiterrolle im Klimaschutz einnehme, sondern tatsächlich ernst mache bei der Reduktion der Klimagase. Vielen Menschen, auch in unserer Region, ist es ein Anliegen, über Klimawandel nicht nur zu reden, sondern selber zu handeln. Im Oktober 2007 haben sich daher 15 Menschen zusammen gefunden und eine Gesellschaft gegründet, um von der Hofgemeinschaft des Birkenhofes in Wilnsdorf-Wilgersdorf den südwestlichen Teil des Kuhstalldaches zu pachten und dort eine zweite Solarstromanlage zu installieren und zu betreiben. Die Gesellschafter beteiligen sich mit unterschiedlich hohen Einlagen ab 500 € an der Sonnenstrom Birkenhof GbR und produzieren auf diese Weise zumindest einen Teil des von ihnen verbrauchten Stroms auf umweltfreundliche Weise selbst. Direkt nach Gründung der Gesellschaft Mitte Oktober wurde die Fa. Öko-Tec Solartechnik Beck aus Siegen beauftragt, die Solarstromanlage zu installieren. Bereits wenige Tage später begannen die Aktivitäten im und auf dem Kuhstall. Auf dem Dach wurden zunächst die Dachanker befestigt, danach Schienen angebracht und die Solarmodule eingepasst. Danach kamen die Arbeiten im Stall dran. Die Wechselrichter, die den produzierten Strom von Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln, und ein neuer Zähler wurden installiert und mit den Modulen auf dem Dach verkabelt. Foto: Michael Beck Die Außenarbeiten wurden oft durch schlechtes Wetter (Regen, Sturm und Schnee) behindert, aber Michael Beck und seine Mitarbeiter kamen trotzdem zügig voran. Und am Montag, 12.11.2007, war es dann soweit: Die Anlage wurde ans Netz des RWE angeschlossen und speist seitdem umweltfreundlichen Strom ins Netz ein. Inzwischen wurde noch eine Anzeigetafel am Stallgebäude angebracht, auf der alle Hofbesucher ablesen können, wie viel Strom die beiden Solarstromanlagen auf dem Hof produzieren. Am Samstag, 17. November, trafen sich die Beteiligten mit ihren Familien und Gästen auf dem Hof zur offiziellen Einweihung der Anlage und hoffen nun auf sonnige Zeiten! Für die technisch Interessierten einige Daten: Module: 104 Module von Sharp (180 W) Peak-Leistung der Anlage: 18,72 kW PV-Generatorfläche: ca. 140 m² Vorauss. Jahresertrag: mindestens 15.000 kWh Foto: Michael Beck

BUND kritisiert deutlich die Entlassung von Naturdenkmälern aus dem Naturschutz

Die Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)hat in einer Stellungnahme deutlich die Entlassung von 61 Naturdenkmälern (Bäumen) aus dem Naturschutz kritisiert. Dass Bürgerinnen und Bürger durch die Bäume verletzt werden könnten, sei nur ein vorgeschobenes Argument der verantwortlichen Stellen. In Wirklichkeit wolle man beim nur Kosten einsparen, die die Kontrolle und Pflege  verursache, mutmaßen die Umweltschützer. Kreis und Gemeinde Wilnsdorf schöben sich in dieser Sache gegenseitig den Schwarzen Peter zu. Der BUND stellt mit Bedauern fest, dass in der letzten Zeit immer mehr Aufgaben auf die Bürger abgewälzt werden. So auch die geplante Haftung der Grundstückseigentümers für die Naturdenkmale „im Rahmen des Zumutbaren“, was auch immer dieses bedeute. Die CDU/FDP Landesregierung verlasse so die von der Vorgängerregierung eingetretenen ökologischen Pfade. Für viele Privatgrundstücke im Außenbereich entfalle der strenge notwendige Biotopschutz wie z. B. in Wilnsdorf. Dies betreffe unter anderem Orchideenwiesen sowie Magerwiesen und – weiden. Der BUND warnt davor,  die Naturschutzplanungen in Arnsberg, die angeblich neu aufgerollt werden sollen, gegen die Natur zu führen. In einer aufwändigen Nachschau hat der Naturschutzverband zusammen mit dem NABU und der Unteren Landschaftsbehörde versucht, einige  Naturdenkmale zu retten. Allein in Wilnsdorf ist man noch einmal fünfzig Naturdenkmale abgegangen! „Bäume symbolsieren von altersher  Brauchtum, Vitalität und Lebenskraft. –  „Mein Freund, der  Baum“ darf nicht länger eine blosse Worthülse sein, fordern die Naturfreunde noch einmal mit Nachdruck und hoffen nun, dass bei der Regierung dazu das letzte Wort gesprochen wird.

BUND-Umweltpreis an ‚Pro Johannlandbahn e.V.‘

Es hat nicht geklappt! In Netphen werden Schienen abgerissen! Anderorts wie bei der Daadetalbahn, der Hellertalbahn, der Rothaarbahn und der Siegtalstrecke werden für den Personenverkehr immer mehr Gleise reaktiviert und frequentiert, aber nicht so in der Ge-meinde Netphen. Dabei war es ausdrückliches Ziel des neuen Regionalplanes „die Schienen-verbindung Siegen – Netphen – Deuz (Johannlandbahn durch infrastrukturelle Maßnahmen zu verbessern und für eine Reaktivierung des Personennahverkehrs vorzubereiten. Auch neue Argumente im Frühjahr 2007, die Strecke nach der Sturmkatastrophe für den Holztransport und viele ortsansässige Betriebe zu erhalten – mal ganz abgesehen von ihrer touristischen Bedeutung für Zugang zum Rothaarsteig – haben in Netphen kein Umdenken gebracht. Nach wie vor quält sich der Individualverkehr lärmend und stinkend auf kurvenreichen Straßen durch das Netpherland. War es Unkenntnis, Gleichgültigkeit oder gar Unfähigkeit zum Um-denken in der Netphener Verwaltung und den verantwortlichen Parteien beim Kreis Siegen- Wittgenstein im Zeitalter der global drohenden Klimakatastrophe aus kurzsichtigen wirt-schaftlichen Erwägungen dieses Vorhaben der Reaktivierung der Johannlandbahn abzu-schmettern?
Die Bürgerinitiative “Pro Johannlandbahn e.V.” hatte sich für die Wiederinbetrieb-nahme des schienengebundenen, öffentlichen Personennahverkehrs auf der Strecke (Werthen-bach -) Deuz – Netphen – Siegen – Hauptbahnhof eingesetzt. Der Verein wurde im Frühjahr 1998 gegründet. Sein Ziel war die Reaktivierung des Personenverkehrs auf der Johannland-bahn. Um dies zu erreichen, führten sie Informations- und Aufklärungsveranstaltungen durch. Sie  suchten den Kontakt zu Politikerinnen und Politikern aller Parteien und zu Verkehrsbe-trieben. Sie berieten Bürgerinnen und Bürger sowie Planer etc. Dazu boten sie Präsentationen und Diskussionen an. In ihren Zeitungen erkennt man nicht nur idealistisches Engagement, sondern vor allem Beharrlichkeit, Gründlichkeit und Professionalität. Wie Umfragen, Presse-berichte, Unterschriftensammlungen zeigen, suchte die Initiative stets den Konsens mit der breiten Öffentlichkeit und fand ihn auch.
Wie aus den Darstellungen im heute gültigen Regionalplan hervorgeht, war der Verein in seiner Argumentation den modernen Gründen „Pro Bahn“ und gegen „Nur Auto“ praktisch um fast 10 Jahre voraus.

Mehr Infos => Bürgerinitiative ‚Pro Johannlandbahn‘

Baumschutz in SiWi 2007

Ist der Baumschutz im Kreis Siegen-Wittgenstein am Ende? fragt der BUND in Siegen. Der Umweltverband ist bestürzt  über den derzeit vermehrte Fällungen von schützenswerten Bäumen, aktuell die Kastanie in Buschhütten. Unabhängiger Sachverstand und Sensilibität im Umgang mit dem Lebewesen Baum, sei sowohl bei vielen Investoren als auch bei manchen Behörden kaum noch gefragt, bedauert der Umweltverband.Kosten-Nutzen Relationen bestimmen vielfach über Lebensdauer eines Stadtbaumes und- ein immer wieder gern benutztes „Totschlag“-Argument: Die Verkehrssicherungspflicht! Troz dieser negativen Vorzeichen wolle der BUND in unserer Heimat zusammen mit vielen Naturschützern und Baumfreunden weiterhin den Versuch unternehnen landesweit verbindliche, zukunftsfähige Lösungen beim Baumschutz zu finden. Dazu zählen vor allem einheitliche Leitlinien zum Schutz der Stadt- und Straßenbäume – zusammengefasst in einer Baumschutzrichtlinie NRW. Nur so könne künftig gewährleistet werden, dass nicht mehr jede einzelne Kommune – je nach fachlicher Kompetenz und politischer Neigung – für sich entscheiden kann, was an einem Baum schützens- und erhaltenswert sei, oder nicht.   Im Falle der Calvin-Buche am Vogelsang hat der BUND schon am 20. April 2006  beantragt den Baum unter Denkmalschuz zu stellen. Die wurde von der zuständigen Behörde abgelehnt. Dazu passt die Planung des Kreises Siegen-Wittgenstein im Zuge einer Änderung der Naturdenkmalverordnung die Liste der ausgewiesen Naturdenkmale erheblich zusammen zustreichen.“Stadtbäume brauchen unsere Hilfe“ appeliert deshalb BUND Naturschutzwart Günther Hoffman an die Bevölkerung und bittet um Mithilfe für „mein Freund. den Baum unter bund-siegen @gmx.de

Alfred Raab und Thomas Rasche montierten Turmfalken-Wohnungen in Glockentürmen

BUND-SIWI_Alfred-Raab_Turmfalken.jpgWeit über dem Turm der Walpersdorfer Kirche zieht ein winziger Punkt am wolkenlosen blauen Himmel Kreise. Erst ein Blick durchs Fernglas bringt Klarheit: Aus dem Punkt wird ein Turmfalke, ein im Kreisgebiet verbreiteter kleiner Greifvogel, der vom Naturschutzbund Deutschland zum Vogel des Jahres 2007 gewählt wurde. Der Mäusejäger interessiert sich offensichtlich für das Gotteshaus. Genauer gesagt, für eine frisch gezimmerte Holzkiste im Glockenturm. Ebenfalls Interesse an der Kiste zeigen Alfred Raab und Thomas Rasche, als Naturschützer der Bund- und Nabu-Kreisgruppe aktiv, mit besonderem Faible für Greifvögel. Zum zweiten Mal seit dem vergangenen Herbst klettern die Naturschützer auf der senkrecht installierten Stahlleiter in die Turmspitze. Noch sitzt kein Falke in der Kiste. Und zwar obwohl bereits zahlreiche Walpersdorfer Bürger mit Interesse die Flugmanöver der Vögel rund um den Kirchturm beobachteten. Andernorts hatten die Vogelschützer bereits Erfolg. In verschiedenen Kirchtürmen brüteten Turmfalken in diesem Jahr mit Erfolg in den neuen Kisten. Im vergangenen Jahr nahmen Alfred Raab und Thomas Rasche Kontakt mit Kirchengemeinden im Netpherland auf. Zuvor hatte das Naturschutzduo eine Kirchturm-Rundreise absolviert. Nicht jeder Glockenturm schien den beiden als Falkendomizil geeignet. Zur Montage der geräumigen Falkenwohnung wird Platz benötigt. Und natürlich muss ein geeignetes Einflugloch für die Vögel vorhanden sein. Einige Türme eigneten sich sogar zur Anbringung eines großen Kombikastens. Mit Brettern unterteilt, könnten hier tagaktive Falken oder nachtaktive Schleiereulen brüten. Zusagen von den katholischen Kirchengemeinden Irmgarteichen, Hainchen, Salchendorf, Helgersdorf, Walpersdorf und Werthenbach und der ev. Kirche Deuz erhielten die Nabu-Aktiven ohne Probleme, erklärte Alfred Raab. Überzeugungsarbeit mussten die beiden beim Kirchenvorstand der kath. Kirche Dreis-Tiefenbach leisten. Dort befürchtete man, dass der 50 mal 50 mal 100 Zentimeter große Holzkasten, vor den Schalllamellen des Glockenturms angebracht, den Glockenklang beeinträchtigen könnte. Alfred Raab setzte sich mit dem Chef einer Glockengießerei in Verbindung. Der Experte gab Entwarnung. Mittlerweile wurde die Zustimmung zur Montage eines Vogelappartements gegeben, so ist auch dort jetzt ein Nistkasten  montiert  Die ev. Kirche Dreis-Tiefenbach dagegen lehnte die Teilnahme an der Nistkastenaktion ab. Aus „diversen Gründen“ habe sich das Presbyterium gegen die Anbringung eines Nistkastens im Kirchturm entschieden, erklärte Baukirchmeister Volker Braach auf Nachfrage der SZ. Die katholische Kirche Netphen lehnte die Anbringung eines Kastens laut Alfred Raab ebenfalls ab. Der Kirchenvorstand habe befürchtet, dass es durch die Vögel zu Verschmutzungen des Mauerwerks komme, erklärte der Netphener Pfarrer Werner Wegener gegenüber der SZ. Vogelfreundlicher dagegen die Resonanz im Oberen Johannland: Das Holz für diese Nistkästen wurde hier vom Sägewerk Heinz Sting gespendet und sogar auf Maß zugeschnitten. Und der Kasten für Walpersdorf wurde vom Küster aus gespendetem Material des Walpersdorfer Sägewerks zugeschnitten, der Nistkasten für die ev. Kirche Deuz wurde sogar in eigener Regie von der Kirchengemeinde erstellt und den Kasten für Dreis-Tiefenbach spendierte die Schreinerei Gerhard. Auch die ev. Kirche Netphen sei für Eulen geöffnet und beherberge seit vielen Jahren ein oder gar zwei Brutpaare Turmfalken, so Alfred Raab. Ein Nistkasten für Schleiereulen werde seit der nächtlichen Außenbeleuchtung dieser Kirche von den Tieren nicht mehr genutzt. Es solle jedoch ein Vorstoß unternommen werden, die Beleuchtung zum Schutz der Eulen dauerhaft auszuschalten, so Raab. Immer noch sind die Naturschützer auf der Suche nach weiteren Standorten für die Mäusejäger. In Beienbach wird ein Einwohner einen Schleiereulen-Nistkasten bauen, der in seiner Scheune aufgehängt werden soll, weitere Kästen sind für Eschenbach, Werthenbach und Irmgarteichen in der freien Landschaft, z.B. in Scheunen vorgesehen. In Burbach soll die Aktion schließlich in Kooperation mit dem Nabu-Ornithologen Jürgen Sartor in drei Kirchtürmen fortgeführt werden. Zur Zeit laufen Gespräche mit den Kirchengemeinden in Burbach, Holzhausen und Niederdresselndorf. Gemeinden, Kirchengemeinden, Landwirte und Besitzer von Häusern mit „Euleneinfluglöchern“ sind aufgerufen, sich ebenfalls zu engagieren, betont Alfred Raab. Eine Beratung erfolgt gerne, so der Unglinghausener. (Tel. 02732-3344) Eine Bilanz werden die Naturschützer erst nach einer Kontrollrunde zum Abschluss der Brutsaison ziehen können. Gespannt sind Raab und Rasche dann, ob vielleicht sogar eine der seltenen Schleiereulen in ihre Kästen eingezogen ist.
dima Siegen/Berlin. Zum „Vogel des Jahres 2007“ wurde der Turmfalke vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) gewählt. Bereits 1971 kam ein Falke zu diesen Ehren. Damals kürten die Naturschützer den Wanderfalken zum ersten „Vogel des Jahres“ überhaupt. Diese Vogelart stand damals kurz vor dem Aussterben, mittlerweile hat sich der Bestand bundesweit erholt, nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Naturschutzaktionen. Sogar in Siegen brüten inzwischen Wanderfalken (die SZ berichtete). Erheblich häufiger kann man im Kreis Siegen-Wittgenstein aber Turmfalken beobachten. Dennoch gehen die Bestandszahlen bundesweit zurück. Ein Grund laut NABU: Nistmöglichkeiten an geeigneten Gebäuden werden häufig verschlossen. Trotzdem leben in Deutschland immerhin noch rund 50 000 Turmfalken-Paare. Werbung für die Falkenart machte in diesem Jahr die Berliner Heilandskirche, die ein Falkennest mit einer Kamera ausrüstete, um Live-Bilder ins Internet zu senden. Tausende Zuschauer nahmen Anteil am Brutgeschehen der Vögel. Als bundesweit erste Kirche wurde die Heilandskirche dafür vom NABU und vom Beratungsausschuss für das Deutsche Glockenwesen mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ ausgezeichnet.

Begründer des Biologischen Gartenbaus

biologischen_gartenbaus.jpgMIt einem kleinen Umweltstand beteiligte sich auch unsere BUND-KG Si/Wi am Hoffest des Birkenhofes zwischen Wilgersdorf und Rudersdorf. Unsere Kreisgruppe unterstützt natürlich auch die Direktvermarktung von Produkten des Ökologischen Landbaus. Hier kann man vor Ort gesundes Obst und Gemüse zu angemessenen Preisen erwerben. Vor allem kann man hier sicher sein, dass keine Pestizide verwendet werden. Es gilt das Prinzip: „Gesunder Boden, gesunde Pflanze und gesunde Frucht!“ – einer der Begründer und Förderer des Biologischen Gartenbaus, Herr Joseph Moisl (im Bild links), hilft auch heute noch gerne mit seiner Frau bei Mischkultur, Fruchtfolge, Kompostierung und bei der natürlichen Bodenbearbeitung.

Das Bild zeigt von links nach rechts den „Begründer des Biologischen Gartenbaus“, Herrn Joseph Moisl, Ulrich Banken, Ines Schulte-Wilde (BUND-Pressesprecherin) und Peter Fasel (Leiter der Biolgischen Station Rothaargebirge)

Naturschutz und Heimat

Der Biologischen Station Rothaargebirge stattete jetzt der Vorstand der Kreisgruppe Siegen des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) einen Besuch ab.
Der gemeinnützige Verein in Erndtebrück unter der Trägerschaft des Kreises Siegen-Wittgenstein ist mit seinen Arbeitsschwerpunkten Bindeglied zu den Naturschutzverbänden. Man profitiert gegenseitig vom Fachwissen der Institutionen und unterstützt sich bei den verschiedensten Exkursionen, Vorträgen und Informationsveranstaltungen. Naturschutz und Heimatpflege der Bevölkerung anschaulich näherzubringen, ist das gemeinsame Ziel. Peter Fasel, als Leiter der Station erläuterte bei der Besichtigung des Gebäudes die Aufgaben der verschiedenen Abteilungen: Hier werden Umweltdaten aus unserem Kreis gesammelt, ausgewertet und archiviert. Tier- und Pflanzenbestände, sowie seltene Biotope in- und außerhalb geschützer Gebiete erfaßt und überwacht. Dennoch seien viele Probleme noch ungelöst, bedauert der engagierte Biologe. Zwar ist die Umweltpollitik in Deutschland erfolgreich gewesen und hat zum Teil sehr deutliche Verbesserungen bei der Reinhaltung von Wasser, Luft und Boden gebracht, doch der anhaltende Rückgang der Artenvielfalt, macht uns Sorgen. Ein besonderes Augenmerk richten Fasel und sein Team auf die hiesige Landwirtschaft. Über dreihundert Landwirte haben auf einer Fläche von 1800 Hektar Bewirtschaftungsverträge abgeschlossen und erhalten damit unsere Kulturlandschaft, etwa durch den Schutz von Hecken und Obstbaumwiesen. Günter Hoffmann, Naturschutzwart beim BUND, hatte noch einen weiteren Vorzug des amtlichen Naturschutzes ausge-macht: Wie wertvoll ist es doch, dass die Biologische Station im praktischen Naturschutz mit einem Pflegetrupp arbeiten kann. Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt nur schlechte Chancen haben, werden durch fachliche Anleitung zu zuverlässigen und wertvollen Mitarbeitern und helfen Natur und Umwelt. Kontakt: Biolog. Station Tel.02753/598330

Holz her! Moderne Holzarchitektur im Siegerland und anderswo

Prof. Dr. Christian Thomsen  von der Universität Siegen eröffnete seinen Lichtbildervortrag mit einigen Bildern aus der Frühzeit des Bauens in Südamerika. Schon bei den Indianern war Holz als heimischer Baustoff im Gebrauch. Die Gebäude unterscheiden sich praktisch nicht von den heutigen Formen des Bauens. Sodann begann im Siegerland eine Reise durch die Architektur der Welt, wobei grundsätzlich die Verwendung des Baustoffes Holz im Vordergrund stand. Besonders hervorgehoben zu werden verdient die Tatsache, dass sich sehr viele prominente Architekten dieses Baustoffes bedienten und bedienen.
Es wurde mehrfach hervorgehoben, dass das Wohnen in Holz sehr viele Eigenschaften hat, die sich positiv von denen anderer Baustoffe abheben. Dazu gehören Behaglichkeit, Gesundheit, Wohlgefühl, ja sogar ein gewisses Maß an Sinnlichkeit. Dass das Bauen mit Holz den unseligen Barackenstil des Dritten Reiches längst hinter sich gelassen hat, wurde durch zahlreiche Beispiele mit konstruktiven Details belegt. Sie zeigen welche große Fülle an Gestaltungsmöglichkeiten den Architekten zur Verfügung stehen, unabhängig davon, ob es sich um Wohn- oder Verwaltungsgebäude handelt. Das schließt nicht aus, diese Bauweise auf beliebige andere Gebäudeformen, selbst auf Kirchen anzuwenden, wie mit Hilfe einiger eindrucksvoller Bilder gezeigt wurde, wobei selbst Kultsymbole architektonisch verwendet wurden.
Die Reise führte über mehrere Kontinente, insbesondere Nordamerika, Europa und Asien. Am Schluss seiner Ausführungen, die vom Referenten in seiner temperamentvollen Art vorgetragen wurden, kehrte er wieder an den Ausgangspunkt seiner Reise, nämlich das Siegerland, zurück. Auch hier führte er noch einmal einige Beispiele für moderne Holzachitektur vor, wie z.B. das neue Briefpostzustellzentrum in Kreuztal vom persönlich anwesenden Architekten Manfred Arlt. Der Referent schloss seine Ausführungen mit dem Ausdruck des Bedauerns, dass die von ihm aufgezeigten architektonischen Möglichkeiten im waldreichen Siegerland so wenig Beachtung finden.   Er verband damit die Aufforderung, dass sich das in Zukunft ändern möge, zumal heute Holz als Baustoff in einer geeigneteren Form als früher verfügbar ist und die Bautechnik auch erheblich verbesserte Möglichkeiten einer kostengünstigen Fertigung bietet. In der anschließenden lebhaften Diskussion, die von Herrn Prof. Dr. Dreger (Uni Siegen)  moderiert wurde , kamen zahlreiche Probleme zur Sprache, wie z.B. die Verfügbarkeit der Ressource Holz, die Kosten des Holzbaues, das Wohlfühlen in Holzgebäuden sowie das Dämmverhalten des Baustoffes.

Ökologisch-pädagogischer Schulgarten Grundschule Allenbach

 Gemeinschaftsprojekt BUND und ALL

Die Grundschule Allenbach hat die Initiative zu einem ökologisch-pädagogischen Projekt ergriffen. Der aktive Promotor dabei war die Referendarin Britta Stoppachr, die sich mit großem Engagement um dieses Projekt kümmerte. Es wurde vom BUND initiiert und von der ALLIANZ-Agentur Gerrit Brunke bezuschusst. Auch die Stadt Hilchenbach trug durch eine Sachspende zum Gelingen bei. Von Seiten des BUND hat außerdem der Landschaftsarchitekt Martin Zapletal bei der Planung aktiv mitgewirkt.
Um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, halfen Kinder, Eltern und Lehrer der Schule tatkräftig mit. Zu ihrem Aufgabenumfang gehörten ein Teich, eine Trockenmauer und eine Kräuterspirale sowie das Anpflanzen verschiedenartiger heimischer Gehölze.
Mit diesen Maßnahmen sollen die Schüler praktisch an ökologische Fragestellungen herangeführt werden, wie z.B. die Notwendigkeit der Pflege einheimischer Pflanzen und gesunder Biotope. Sich darum zu kümmern wird Aufgabe der Lehrkräfte sein.

Gartenabfälle unter einer Hochspannungsleitung

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Das Bild zeigt einen Eingriff in unsere städtische Umgebung in Siegen- Eiserfeld Am Bühl unter einer Hochspannungsleitung. Auch solche „Entsorgungen“ soll der Landschaftswächter melden, vor allem, wenn sie massiv sind. Besonders ärgerlich ist es, wenn sogar Plastikteile, Steine oder gar Sperrmüll sich darunter versteckt haben Nicht immer kann die Abfallbehörde jeder einzelnen Ablagerung  nachgehen. Aber ich denke, dass durch Aufklärung sich manches bessern wird. In diesem Fall hat die Stadt Siegen ein Schild aufgestellt.

LANDESBÜRO DER

Grundsätzlich seien die Argumente der vorab geschickten Stellungsnahmen noch einmal aufgeführt. Wenn auch gegen das grundsätzliche Anliegen der Stadt, Bauflächen auszuweisen, im Prinzip nichts eingewendet werden kann, da der Anspruch der Bevölkerung auf Eigenheime berechtigt ist, sei doch gefragt, warum in diesen Dimensionen und dann auch noch auf einmal und „auf Vorrat“. Es bleibt dahingestellt, warum hier die ganze Fläche auf einmal verplant werden muss und nicht zunächst Teilbereiche in sukzessiver Art und Weise z.B. unten in enger Anlehnung an den Ort Bürbach und oben an die bestehende Siedlung am Giersberg. Dies sei auch auf dem Hintergrund der im neuen Regionalplan geäußerten Bedenken angesichts einer Verringerung der Bevölkerungszahl. Trotzdem stimmt die BUND- KG mit Einschränkungen zu, da die Fläche insgesamt um die Trockenrasen im Ostteil reduziert worden sind. Außerdem ist die Fläche um das Quellbiotop vermindert worden. Auch sind Abstandsflächen im Osten vorgesehen, sodass kein unmittelbarer Anschluss an Bürbach erfolgen soll.
Es sei aber weiter kritisch angemerkt:
1. Eine Verkleinerung der zu beplanenden Bereiche würde dem Wunsch der Bevölkerung nach Offenlandflächen (Wiesen, Fluren, Buschlandschaften, Heide- und Ackerflächen) für Erholung und Freizeit dienen.
2. Weitere Frischluftschneisen müssten wegen der Inversionswetterlage in Bürbach angelegt werden.
3. Nach wie vor bestehen wegen der Großräumigkeit starke Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes, des Naturpotentials, des Lokalklimas, der Regenabflüsse und die Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Warum wird nicht das Waldstück im oberen Bereich in einem engen Anschluss an die Straße in Anspruch genommen, wie von der BUND KG vorgeschlagen? Der untere Feldflächenanteil im Süden – verkehrlich schlecht zu erreichen – hätte so auch noch geschont werden können.
4. Vermisst wird auch vom BUND eine realistische Ökobilanzierung des anzustrebenden Aus-gleiches für diese enormen Offenlandverluste in der Landschaft. Es handelt sich hier immerhin um die größte zusammenhängende unbewaldete Fläche der Stadt! – Ein echter Ausgleich wäre z.B. die Schaffung einer ähnlich großen Freilandfläche an Stellen hochgewachsener Fichtenmonokulturen. Ich schlage die düsteren Fichtenflächen auf der Eiserner Haardt vor, mit der langfristig ein riesiges stadtnahes Erholungsgebiet für die Stadt Siegen (Spazieren gehen, Wandern, Skilanglauf, Skiabfahrt, Rodeln, Drachensteigen u.s.w.) vor. Sollte dies nicht möglich sein, wären mehrere Entfichtungen in den zahlreichen Siegener Bachtälern wünschenswert, um die verschwundenen Graslandschaften zu ersetzten. Gute Anfänge sind hier ja schon bei der Maßnahme „Ober dem Feldgarten“ in Kaan- Marienborn gemacht, wo 4 Entfichtung vorgesehen worden sind.

Der Prophet gilt wohl nichts im eigenen Lande

Diese Frage stellte sich jetzt die Interessengemeinschaft gegen weiteren Flächenverbrauch auf intakter Natur bei ihrer letzten Zusammenkunft. Zusammen mit dem Siegener BUND für Umwelt und Naturschutz (BUND) will man verhindern, dass an allen Ecken des Siegerlandes das Wettrüsten um neue Straßen, Gewerbe- u. Wohngebiete weitergeht.? Vor dem Hintergrund des kostenträchtigen Engagements der holländischen Firma Ijsselconsult die den Kommunen für viel Geld das Sparen beibringen soll, fragen sich die Vorstände der elf zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen, warum man nicht die Ideen der Bürger vor Ort mit einbezieht, wie es zum Beispiel die FDP in Wilnsdorf vorgemacht hat. Der angespannte Haushalt des Kreises und der Kommunen läßt keine Experimente im Flächenverbrauch mehr zu, waren sich die Anwesenden einig. Die kommunalpolitischen Akteure, die auch die Höherstufung von Ortsumgehungen im Siegerland in die erste Priorität durchgedrückt hätten, seien im Ausgeben von Steuergeldern nicht besonders zimperlich.
Jetzt ist Ende im Gelände so der BUND. Noch vorhandene Gelder müssten vorrangig den Reparaturstau beseitigen. Straßen, Gebäude, Industriebrachen, das gesamte Ortsbild der Kommunen sei dringend aufzuwerten, damit die Menschen sich in den Stadtkernen wieder wohlfühlen und dort leben könnten. Statt neuer Wohngebiete sollten alte Wohnviertel wieder instandgesetzt und aufgewertet werden. Denn jeder Kommunalpoliker der heute noch neue Wohngebiete abnickt müsse sich klar sein, dass durch die negative Bevölkerungsentwicklung alle bestehenden Immobilien im Wert verfielen, wenn ein Überangebot an altem Bestand nicht mehr loszuschlagen sei. Umbau statt Neubau müsse Priorität haben, sowohl für Industrie- als auch Wohnflächen. Bei einem Zusammentreffen im März mit dem Bundestagsabgeordneten Willi Brase sollen diese Themen im Mittelpunkt stehen.

Wir verschönern Siegen

geschafft war nicht nur die Seniorenriege des Bund für Umwelt und Naturschutz von der Umpflanzaktion auf dem Weiß-Flicks?chen Grundstück an der Berliner Straße, geschafft war auch die Standortsuche für etwa 10 Bäume und Sträucher, die als Rettungsaktion im Zusammenhang mit der BUND-Umwelturkundenverleihung an Doris Winters-Nöll eine Rolle spielte. Unter Mithilfe des Siegener Grünflächenamtes konnten eine Hainbuche, ein Rotahorn, eine Esche und mehrere Kleingehölze zwischen Steinen und Geröll aus den Containern hinter dem Bahnhof befreit werden. Durch den Abriß der Häuserzeile am Prellbock fristeten sie fast ein Jahr ihr kümmerliches Dasein. Nun erfreuen sie die Passanten und Erholungssuchenden in der Grünanlage in der Nähe der Deutschen Bank. Nach einem kräftigen Dauerregen hatten Sie eine gute Chance, zu prächtigem Stadtgrün heranzuwachsen.

Fläche ist ein knappes Gut

doch Tag für Tag werden fast hundert Hektar Wald, Wiesen und landwirtschaftlich genutzte Böden für neue Siedlungen und Verkehr in Anspruch genommen, bedauert die Kreisgruppe Siegen-Wittgenstein des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und fordert von den hiesigen Kommunen ein Umdenken. Zusammen mit elf Siegerländer Bürgerinitiatativen gegen Flächenverbrauch auf intakter Natur organisierte der Umweltverband im vollbesetzten Eintrachtsaal der Siegerlandhalle eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Flächenverbrauch.
Von Hilchenbach bis Burbach fühlen sich Bürger von der Ausweisung immer neuer Gewerbegebiete in ihrer Lebensquatät eingschränkt, so die BUND-Vorsitzende Bärbel Gelling, in ihrer Einführungsrede. Wir sind jedoch nicht gegen neue Industrieansiedlung und wir begrüßen ausdrücklich die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze. Dies kann jedoch nicht durch immer neue Inanspruchnahme wertvoller Natur geschehen.
Die Referenten des Abends, Prof. Dr. Siegfried Bauer von der Justus-Liebig-Universität Giessen und Markus Pierk vom Agenda-Forum in Bonn waren sich in Ihrer Einschätzung einig: Die Wiedernutzung von städtebaulichen Brachen und leer stehenden Gebäuden, sowie die Verringerung neuer Flächenbebauung sollten künftige kommunale Ziele sein. Prof. Bauer, der den Lehrstuhl zukunftsfähige Raumnutzung innehat, mahnte ein neues Flächenbewußtsein an. Er verwies auf die Folgelasten des Flächenverbrauchs wie vermehrte Hochwassergefahr durch Versiegelung einerseits und Klimaveränderungen durch vermehrte Trockenheit im Sommer wegen fehlender Möglichkeit der Böden, Wasser zu speichern.Auf den auf Bundesebene einberufenen Rat für nachhaltige Entwicklung setzt Markus Pierk seine Hoffnung: Das bundesweite Ziel, den Flächenverbrauch auf 30 Hektar pro Tag zurückzuschrauben, sei den meisten Kommunen bekannt. Noch immer aber bedeute Wirtschaftsförderung in vielen Städten und Gemeinden die Ausweisung immer neuer Gewerbegebiete.
Veränderungen müßten in Kooperation mit den Bürgern geplant werden, war der einhellige Tenor der anwesenden Vertreter der Siegerländer Bürgerinitiativen. In Zeiten knapper öffentlicher Kassen werde die Finanzierung von Infrastruktur problematischer, die Bürger steuerlich immer mehr belastet. Mehr Kosten- und Planungswahrheit forderte auch Wolfgang Stock von der BUND-Kreisgruppe Altenkirchen ein. Einige AK- Gemeinden hätten bereits erfolgreich das Instrument des Flächenrecyclings genutzt.
Als Hauptgrund für die zunehmende Inanspruchnahme von intakten Naturgebieten wurde die Konkurrenz der Kommunen um Einwohner und Arbeitsplätze ausgemacht. Hier müsse eine verstärkte interkommunale Planung stattfinden, so die Diskussionsteilnehmer. In einer beeindruckenden Visualisierung des Freudenberger Gewerbegebiets wartete der Vorsitzende der etwa 350 Mitglieder starken Bürgerinitiative Wilhelmshöhe West, Dieter Ohrndorf, mit konkreten Zahlen auf. Von der ursprünglich als interkommunales Gebiets vorgesehenen Fläche von insgesamt 83 Hektar seien durch Böschungen, Regenrückhaltebecken, Straßen, etc. lediglich 37 Hektar zu vermarkten. Wir sind aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen, war sein Appell an die Anwesenden. Und weiter mit Blick auf die erheblichen Landschaftseingriffe, die von der Politik abgesegnet würden: Wir können kritische Projekte nicht Schwarz, Rot, Gelb oder Grün überlassen.
Auch die Vorsitzenden der Bürgerinitiativen Seelbach-Oberschelden, Helmut Böcking und Wilnsdorf, Ekkehard Blume, stellten die betroffenen Gebiete in ihren Gemeinden vor. Die anderen Initiativen zogen das Fazit: Solange Gewerbegebiete wie Kalteiche, Siegerlandflughafen, Insbachtal und die Gewerbebrachen in Siegen komplett oder zum Teil leer stünden, sei ein neuer Bedarf nicht nachvollziehbar. Auch eine länderübergreifende Betrachtung mit Hessen oder Rheinland-Pfalz sei dringend geboten, so die Initiatoren der Veranstaltung. Der BUND fragt sich, wieviel Geld für die Bürger den Kommunen zur Verfügung stünde, wenn statt in neue Gewerbegebiete direkt in Arbeitsplätze investiert würde und ist überzeugt: Mehr Angebote bei Bussen und Bahnen, stabile Kinder-u. Jugendarbeit, Lebensmittelkontrollen, Umweltschutzmaßnahmen, Sicherheit, setzen zusätzlich Menschen in Lohn und Brot. Ehrliche Zahlen erzeugen eine ehrliche Diskussion, so die Veranstalter, die die Debatte künftig direkt in die Rathausstuben hineintragen wollen.

Regionalrat in Arnsberg

Zu den geforderten Ortsumgehungen im Kreisgebiet äußert sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland ( BUND ) in Siegen wie folgt: Die Ortsumgehungen Freudenberg und Dielfen beschäftigen zur Zeit die Öffentlichkeit. Ohne Berücksichtigung von verkehrswirtschaftlichen Fakten wie Fahrzeiten, Länge der Fahrwege, Energieverbrauch, Mautgebühren, Widerstände, Emissionen, Raumordnung und mehr wird die Frage der Notwendigkeit von Ortsumgehungen noch länger im Gespräch bleiben.
1. Zielverkehr ist notwendig und willkommen wg. der Belebung der Ortskerne und Einkaufsmittelpunkte.
2. Bürger, die heute vom unerwünschten Durchgangsverkehr betroffen sind, verlagern ihre Forderung nach Ortsumgehungen in den o.g. Kommunen mit denselben Folgen für andere.
3. Emissionen entstünden jetzt direkt da wo sie sonst abgebaut werden könnten, nämlich neben den jetzigen Durchgangstarßen.
4. Diese Filter (Bäume/ Grünflächen) würden beseitigt werden.
5. Der BUND ist nicht grundsätzlich gegen Ortsumgehungen. Eine sinnvolle OG muß aber zum Wohle aller erfolgen. Es geht dem BUND um eine objektive
6. Bewertung. Man bedenke: Der Bau einer neuen Straße kann zusätzlich auch die wirtschaftlichen Gegebenheiten in einer Region verändern.

Warum ist es am Rhein so schön?

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen… unter diesem Motto verbringen Mitglieder der Kreisgruppe Siegen des Bund für Umwelt und Naturschutz jedes Jahr wieder ihren Ernteeinsatz auf einem ökologischen Weingut, bei Bingen. Die Treue zu den BUND-Freuden in Rheinhessen hat neben dem herrlichen Erlebnis einer Weinlese im Sonnenschein , einer kräftigen Brotzeit und der anschließenden Weinprobe auch wichtige gesellschaftspolitische Hintergründe. Weil wir hautnah erfahren, mit wieviel Mühen und Verzicht es verbunden ist, einen solchen landwirtschaftlichen Betrieb aufrecht zu erhalten, weil wir wissen, daß diese Menschen uns als Abnehmer brauchen, bleiben wir aus Überzeugung unserem heimischen, ökologisch angebauten Wein treu! Warum sollen wir Weine aus Übersee trinken, wo die schönsten Reben sozusagen direkt vor unserer Haustür wachsen? Wer einmal das Erlebnis einer Weinlese erfahren hat, wird sicher auch ein Fan von deutschem Wein, glaubt die BUND-Gruppe. Warum ist es am Rhein so schön? fragen die Umweltschützer und geben auch gleich die Antwort: Weil er uns mit seinem mediterranen Klima in eine andere Welt entführt und mit seinen sanften Rebhängen eine einzigartige Kulturlandschaft darstellt. Unser Kaufverhalten sollte das Prinzip der kurzen Wege unserer heimatlichen Produkte berücksichtigen, so können uns die Landschaften mit all ihrer Vielfalt erhalten bleiben.

Sonderabfalldeponie in Rudersdorf

10 Jahre sind seit den Ereignissen um die geplante Sonderabfalldeponie in Rudersdorf vergangen, doch noch immer ist die ehemalige Bürgerinitiative gegen Giftmüll in Rudersdorf bemüht, in Sachen Naturschutz Aufklärungsarbeit zu leisten.Gelder, die im Vereinsvermögen vorhanden sind, sollen nach der Satzung für öffentliche Zwecke angelegt werden. So sind z.B. bereits mehrfach Schulen und Kindergärten mit Arbeitsmaterialien unterstützt worden.Jetzt übergab der Landschaftpflege u. Naturschutzverein (NLW) Wilnsdorf ein Gutachten über das Wimmersbachtal in Rudersdorf an den Leiter der Unteren Wasserbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein.Nach und nach hatte der BUND Gewässeranalyst Ulrich Banken seine sogenannte „Inventur“ verschiedenster Rudersdorfer Gebiete ergänzt, da es dem LNW wichtig erscheint, im Gewässerbereich gutachterliche Grundlagen zu schaffen. Ziel sei es, die Naturschutzwürdigkeit zu beantragen.So wurde z. B. das äußerst seltene Haarkelchmoos, eine wichtige Zeigerpflanze, in relativ großen Mengen gefunden. Dieses eiszeitliche Relikt kommt vorwiegend an unverdorbenen Bachläufen vor und  nterstreicht die Reinheit des Gebietes mit der Gewässergüteklasse I .Die Bestandsaufnahme im Wimmersbachtal, unweit der „Anzhäuser Mühle“ stellt laut Amtsleiter Dr. Henning Trippe eine wertvolle Arbeitshilfe für die Wasserbehörde dar. Er stellte den Bezug zu einer qualifizierten Doktorarbeit her, die der Gemeinde Wilnsdorf auch als Grundlage für ihren Landschaftsplan dienen könneDie Mitglieder des LNW stellten dem Kreis?Mitarbeiter Helmut Quandel deshalb ein weiteres Exemplar des Gutachtens für die Untere Landschaftsbehörde zur Verfügung.

Planungskonzept „Neue Mitte Gräselberg“

Das Planungskonzept „Neue Mitte Gräselberg“, das unter Mitwirkung des „Stadtreparierers“ Dieter Magnus entstanden ist, nahm der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) jetzt zum Anlass, die Skizze Burbachs Bürgermeister Dröge zukommen zu lassen. Die Umweltschützer sind der Ansicht, dass sich der Entwurf hervorragend für die neue Ortsmitte Burbach eignet.Dieter Magnus, von der Siegener Bürgerinitiative „Ohne Grün ist alles grau“ und dem BUND bereits für Siegen engagiert, hatte für die Stadt Wiesbaden ein in die Jahre gekommenes Einkaufszentrum überplant, dessen 1. Bauabschnitt dieser Tage eingeweiht wurde. Weiterlesen

BUND besucht Eichenhof in Burbach

“ Wo die saftigen Steaks herkommen“ war der Titel einer Exkursion, den die biologische Station Erndtebrück durchführte. So machte auch ich mich morgens um 9.30 auf den Weg zum Eichenhof in Burbach
Ganz im Grünen eingangs des Buchhellertals gelegen liegt das Hofgebäude an einem großen Teich der von mächtigen Erlen umstanden ist. Landwirt Knipp, der den Betrieb als Nebenerwerb betreibt, führte die Anwesenden zu den Stallungen. Wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit im Mai waren dieTiere mehrheitlich auf den Weiden. Im Gebäude befanden sich lediglich 1 Zuchtbulle, tragende Kühe und eine Mutter mit 2 Kälbchen. Die Stallungen von Landwirt Knipp werden z.T. nach altem Brauch mit Stroh ausgestreut, z. T. findet man aber auch Spaltenböden. Für das traditionelle Höhenfleckvieh aus früheren Zeiten fand sich sicher noch viel Platz. Die mächtigen, weißen Charleroirinder müssen sich allerdings mit den Verhältnissen begnügen. Knipp zieht die Tiere bis zu einer bestimmten Mastreife heran, danach werden sie auf Viehmärkten weiterverkauft bis sie zur Schlachtreife gelangen. Einige Tiere gehen aber auch zu privaten Metzgern in die Region. Der BUND begrüßte das Engagement von Knipp, der in seinem Herzen immer ganz Landwirt geblieben ist. Gern würde er sich einer ganzheitlichen Tierhaltung verschreiben, doch die Marktbedingungen sind noch nicht so, daß sein Kleinbetrieb, den er mit seiner Schwester allein bewirtschaftet, personell in der Lage ist, auf einen Öko-Betrieb umzustellen. Gegen die Massentierhaltung ist der Knipp-Hof aber ein Idyll in dem die Tiere viel Bewegungsfre iheit haben und hofeigenes Futter fressen können. Ob diese kleinbäuerliche Landwirtschaft Zukunft hat, entscheidet letztlich der Verbraucher, der bereit sein muß, für hofeigenes Fleisch etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Ines Schulte-Wilde

BUND – Besuch im Ligno-Park

Unsere Vorfahren pflanzten und schützen den Wald weil sie sich bewußt waren, daß er Ihnen nicht nur Brennmaterial, sondern auch Bauholz liefert. Trotzdem ist Holzarchitektur in unserem Raum immer noch Neuland. Während zum Expo-Gelände tausende Menschen strömten um sich die zukunftsweisenden Holz- Siedlungsbauten anzusehen, die als Agenda Vorzeigeprojekte gelten, wurden bereits in Ferndorf schon die wegweisenden Pläne des Architekten Manfred Arlt in die Tat umgesetzt. Jetzt konnte sich der Vorstand des Bund für Umwelt u. Naturschutz (BUND) Kreisgruppe Siegen, an Ort und Stelle ein Bild von der Effizienz der Massivholzbauweise, gepaart mit durchdachten Wärmespeichermöglichkeiten machen. Angetan von der gefälligen Architektur besichtigten die Umweltschützer mehrere Wohnungen im Arlt Ligno-Park. Arlt, ein Pionier auf dem Gebiet energiesparenden Bauens ist von Jugend an fasziniert vom Material Holz. Vom Schreiner und Zimmermann zum Architekten begleitete ihn der natürliche Baustoff durch lange Jahre seines Schaffens, aber erst jetzt konnte er sich den Traum eines Projekts „betreutes Wohnen in gesunder Umgebung“ verwirklichen. Schon seit einigen Wochen ist das erste Haus auf dem Gelände bezugsfertig. Arlt-Ligno-Parl abends um acht: In den sonnendurchfluteten Loggiagängen spürt man das ideale Raumklima, den angenehmen Geruch und die wohltuende Temperatur des Wärmespeichers Holz. Die in sämtlichen Räumen verlegten Holzböden geben ein angenehmes Licht und optimalen Trittschall. In allen Fluren wurden ausschließlich Naturmaterialien verlegt. Terracottafliesen, Gipsputz in venezianischem gelb, Massivholz-Fenster und -Türen in Himmelsfarben , da kommen die Umweltschützer ins Schwärmen. Solarspeicher, Regenwassernutzung, behindertengerchte Eingänge sind weitere Schlagworte einer Bauweise, die den Agenda-Gedanken in jedem Bauabschnitt berücksichtigt hat, der da heißt:: „Die Nachhaltigkeit der Wirtschaftsweise ist das oberste Ziel einer menschen-u. umweltgerechten Welt von morgen.“ Schonender Umgang mit Ressourcen, Wiedergewinnung von Wasser und Energie, Müllver-meidung, sind die Prinzipien eines Bauens, das als ökologisch verstanden werden kann. Holz übt dabei eine soziale ästhetische und kulturelle Funktion aus, waren sich die Mitglieder des BUND einig, es sei deshalb nötig, dem Jahrtausenden alten Baustoff Holz wieder einen höheren Stellenwert beizumessen.

BUND würdigt Schüler der Realschule Burbach und der Hauptschule Freudenberg

Im April würdigte der Bund für Umwelt und Naturschutz das Engagement einiger Schüler der Realschule Burbach und der Hauptschule Freudenberg mit der Überreichung von Umwelt-urkunden. Gerade in einer Zeit, in der es schwierig ist, Jugendliche für eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu begeistern, ist der ehrenamtliche Einsatz der jungen Leute als vorbildlich anzusehen. Nicht zuletzt zeugt das Eintreten für schützenswerte Landschaftsteile von einem großen Demokratieverständnis dadurch, daß der Erhalt der Natur und Heimat als gemeinschaftliche Verantwortung angesehen wird. Der Vorstand des BUND hat deshalb die „Heidelerchen“ in einer kleinen Feierstunde für ihren unermüdlichen praktischen Einsatz auf der Trupbacher Heide ausgezeichnet. Die für unsere Jugendlichen wegen des Vorbildcharakters so wichtigen Veranstaltung fand auch bei den Vertertern der Schule und der Gemeinde Burbach großen Zuspruch. BUND-Vorsitzender Ulrich Banken hob im Rückblick auf die zahlreichen Einsäzte den unver-gessenenen Umweltschützer Friedhelm Sassmannshausen hervor, der die Jugendlichen immer wieder motiviert und angepornt habe. Anschließend wurden die Zertifikate überreicht vom BUND-Naturschutzwart Günter Hoffmann und dem BUND- Ehrenmitglied Otto Jung. In Eigeninitiative hatte er für den weiteren Einsatz der Schüler 20 Nistkästen gebaut, die an diesem Nachmittag mit übergeben werden konnten.

Gutachten über die Schutzwürdigkeit des Wimmersbachtales

Ein Gutachten über die Schutzwürdigkeit des „Wimmersbachtales“ übergab jetzt eine Abordnung aus Vertretern der ehemaligen Bürgerinitiative gegen Giftmüll aus Rudersdorf. Dem Verein, der sich heute LNW nennt, ist daran gelegen aufzuzeigen, daß die intakten heimischen Landschaftsteile und Gewässer in Rudersdorf auch für nachfolgende Generationen erhalten werden müssen. Allen Planungen, jemals emissionsträchtiges oder bodenverunreinigendes Gewerbe anzusiedeln, soll durch eine biologische Bewertung der Gemarkung die Grundlage entzogen werden. Der Wilnsdorfer Bürgermeister Karl Schmidt nahm den Sachstandsbericht, verfaßt vom BUND-Analysten Ulrich Banken entgegen und zeigte sich von Umfang und Inhalt der Arbeit beeindruckt. Er strebe stets an, Probleme im Konsens zu lösen und signalisierte auch weithin Gesprächs-bereitschaft in Sachen Naturschutz.

2001 – 10 Jahre Sonderabfalldeponie in Rudersdorf

10 Jahre sind seit den Ereignissen um die geplante Sonderabfalldeponie in Rudersdorf vergangen, doch noch immer ist die ehemalige Bürgerinitiative gegen Giftmüll in Rudersdorf bemüht, in Sachen Naturschutz Aufklärungsarbeit zu leisten. Gelder, die im Vereinsvermögen vorhanden sind, sollen nach der Satzung für öffentliche Zwecke angelegt werden. So sind z.B. bereits mehrfach Schulen und Kindergärten mit Arbeitsmaterialien unterstützt worden. Jetzt übergab der Landschaftpflege u. Naturschutzverein (NLW) Wilnsdorf ein Gutachten über das Wimmersbachtal in Rudersdorf an den Leiter der Unteren Wasserbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein. Nach und nach hatte der BUND Gewässeranalyst Ulrich Banken seine sogenannte „Inventur“ verschiedenster Rudersdorfer Gebiete ergänzt, da es dem LNW wichtig erscheint, im Gewässerbereich gutachterliche Grundlagen zu schaffen. Ziel sei es, die Naturschutzwürdigkeit zu beantragen. So wurde z. B. das äußerst seltene Haarkelchmoos, eine wichtige Zeigerpflanze, in relativ großen Mengen gefunden. Dieses eiszeitliche Relikt kommt vorwiegend an unverdorbenen Bachläufen vor und unterstreicht die Reinheit des Gebietes mit der Gewässergüteklasse I . Die Bestandsaufnahme im Wimmersbachtal, unweit der „Anzhäuser Mühle“ stellt laut Amtsleiter Dr. Henning Trippe eine wertvolle Arbeitshilfe für die Wasserbehörde dar. Er stellte den Bezug zu einer qualifizierten Doktorarbeit her, die der Gemeinde Wilnsdorf auch als Grundlage für ihren Landschaftsplan dienen könne Die Mitgliede

Die BUND-Kreisgruppe Siegen-Wittgenstein blickte bei ihrer Jahreshauptversammlung auf ein erfolgreiches Jahr 2000 zurück.

In den verschiedensten Arbeitsfeldern waren die Umweltschützer gefragte Ansprechpartner von Vereinen, Behörden, Industrie und Privatleuten. Für die Bürgerinitiativen Rudersdorf und Wilhelmshöhe erstellte Ulrich Banken Gutachten zur Gewässergütebestimmung und zur Erfassung von schützenswerten Landschaftsstellen. Die ökologischen Anlagen von mehreren Kindergartenspielplätzen konnte unter der Führung des stellvertretenden BUND-Vorsitzenden Martin Zapletal mit der finanziellen Unterstützung der Allianzversicherung und der Mithilfe der Eltern verwirklicht werden.
Der Vorsitzende Günter Hoffmann hielt Vorträge und gab praktische Ratschläge für ökologische Kleingärten, außerdem arbeitete er bei den Überlegungen zur künftigen Stadtbildgestaltung von Siegen mit. Als besonderer Schwerpunkt bildet sich die Arbeit von Geschäftsführerin Hannelore Schardt heraus, die Wegbereiterin dafür war, dass die Magnus-Vision „Leben am Fluß” in die Planung der Stadt Siegen aufgenommen wurde. Sie bereitete auch die Umweltpreisverleihung an Annette Hering und die Veranstaltung über Holzarchitektur vor. Weiterhin besuchte sie mit anderen Mitstreitern die Firma Schneider in Buschhütten und die in Holz geplante Kreuztaler Postagentur.
Lothar Schneider verwirklichte zusammen mit der Stadt Siegen das Projekt „Solaranlage Fürst-Johann-Moritz Gymnasium”, während der Umweltberater Jörg Jakubowski an Schulen Vorträge über Müllvermeidung hielt. Den Sektor „Ernährung und Landbau” füllte Hubert Cziba mit seiner Teilnahme an den Veranstaltungen der Biologischen Station, der Gärtnerei am Leisebach und dem Birkenhof aus. Achim Walder deckte den Arbeitsbereich „Verkehr” durch Ortstermine und verschiedene Stellungnahmen ab und sorgte dafür, dass der BUND im Internet präsent ist.
Das Thema „Wald und Landschaftsbeirat” betreute Wolfgang Braukmann, und in der Siegener Geschäftsstelle liefen alle Fäden bei Doris Winters Noell zusammen, die immer einen Rat zur Hand hatte.
Die Arbeit des BUND ist durch eine stabile Mitgliederzahl mit leicht steigender Tendenz gesichert. Für die Kasse zeichnet sich laut Kassenführer Jochen Maurer aber ab, dass bei allgemein rückläufiger Spendenbereitschaft die Ausgaben im Jahr 2001 im Auge behalten werden müssen.
Bei den Wahlen zum Vorstand 2001-2001 wurden erwartungsgemäß die Sprecher Martin Zapletal und Ulrich Banken bestätigt. Die Wahl des dritten Sprecherpostens fiel auf die Siegenerin Bärbel Gelling. Als neue Kassenführerin wird Agnes Daamen von Jochen Maurer in ihr Amt eingeführt.

Trockenstabilatverfahren im LahnDill-Kreis

Der BUND betrachtet das sogenannte Trockenstabilatverfahren, wie es derzeit im LahnDillKreis durchgeführt wird, mit großer Skepsis. Nach Ansicht des BUND würde das Tockenstabilat- verfahren in Konsequenz einen Rückschritt in die Müllverbrennungsideologie der 60er Jahres darstellen, da es darauf abzielt, den getrockneten Müll zur Ersatzbrennstofferzeugung für Industrieöfen zu verwenden.
Aus der Sicht des BUND handelt es sich beim Trockenstabilatverfahren zudem nicht um eine echte mechanischbiologische Restabfallbehandlung, da das Ziel des Trockenstabilatverfahrens darin besteht, den Müll möglichst schnell zu trocknen, statt eine möglichst weitgehende Reduzierung des biologisch abbaubaren Anteils im Restabfall zu erreichen. Durch diese Kurzrotte lassen sich auch niedrigere Abluftwerte erzielen, als bei einer echten MBA, denn bei
einer MBA ist im Gegensatz zum Trockenstabilatverfahren ein weitgehender biologische Abbau gewollt. Eine Restmüllrotte mit dem Ziel, die biologisch abbaubare Substanz im Restmüll möglichst weitgehend zu minimieren, ist aber in Rotteboxen im Vergleich zu anderen mechanischbiologischen Verfahren der Restabfallbehandlung (MBA) relativ teuer.“  Peter Gebhardt, Das Trockenstabilatverfahren. Eine MBA als Vorhof zur Müllverbrennung: KGV-Rundbrief t J97, Seite 24.] . Eine abschließende Deponierung ist nach der Kurzrotte allerdings nicht sinnvoll, da bei Kontakt mit Wasser dieser Abfall sofort wieder zu rotten und zu gären beginnen würde [Vgl. Gebhardt, Das Trockenstabilatverfahren, Seite 26 ].
Der BUND fordert die verantwortlichen Politikerinnen auf, Trockenstabilat nicht als Abfall zur Verwertung, sondern nur als Abfall zur Beseitigung einzustufen, da es sich nach wie vor um Restabfallhandelt. Außerdem erwartet der BUND, daß der Restabfall stattdessen den ökologisch und ökonomisch sinnvolleren Weg einer mechanischbiologischen Restabfallbehandlung mit sicherer Ablagerungdes biologisch behandelten Materials geht. Die heizwertreiche Fraktion kanneiner stroffstromspezifischen Behandlung zur Gewinnung verwertbarer Teilfraktionen zugeführt werden.
Begründung
Das Trockenstabilatverfahren  Kurzbeschreibung
Beim Trockenstabilatverfahren wird der hinsichtlich seiner stofflichen Zusammensetzung und hinsichtlich seines Heizwertes sehr heterogene Restmüll unter Nutzung der Eigenwärme des Rottesprozesses (bis zu 70 Grad C)in einer Kurzrotte von 7 bis 10 Tagen getrocknet und damitbiologisch stabilisiert“. Dabei werden ca. 3 Gewichtsprozent der leichtabbaubaren organischen Substanz abgebaut‘. Das entstehende Material ist weitgehendbiologisch inaktiv‘. Der Wassergehalt sinkt in dieser Zeitvon ca. 40 Prozent auf ca. 15 Prozent. Nach dieser Kurzrotte werden aus demdann als Trockenstabilat bezeichneten Restmüll in verschiedenen Verfahrensschritten Eisenteile, Nichteisenmetalle, mineralischeTeile und Kleinbatterien entfernt (Trennung in Schwergut und hochkalorischesStabilat). Parallel steigt der, Heizwert von durchschnittlich 10.500 kJ/kg(nicht getrockneter Hausmüll) auf bis zu 18.000 kJ/kg (Stabilat).
Zur weiteren Lagerung wird das Stabilat in Ballen verpresst und in Kunststofffolie aus Polyethylen verpackt.
Das Stabilat soll zu etwa 25 Prozent in der eigens dafür gebauten EnergieVerwertungs= Anlage EVA und zu rund 75 Prozent in industriellen Prozessen wie der Zementherstellung verbrannt werden.
Problempunkte des Trockenstabilatverfahrens
Das Trockenstabilat wird zwar durch die Abscheidung von Metallen teilweise von Schadstoffen entlastet, bleibt aber dennoch als bedenklicheinzustufen:
So bleiben chlorhaltige Kunststoffe und andere organische Chlorverbindungen praktisch vollständig im Stabilat Chemisch gebundene und in anderem Material eingebettete Metalle entziehen sich der mechanischen Abscheidung Die Schwermetallbelastung des Stabilats bleibt weiterhin beträchtlich
Dadurch ergeben sich insbesondere Probleme bei der beabsichtigten Mitverbrennungvon Trockenstabilat in Zementwerken. Dies wird auch vom Umweltbundesamt (UBA) in einer Stellungnahme zum Trockenstabilatverfahren deutlich belegt. Der Vergleich der Schadstoff- gehalte des Trockenstabilats mit den. Richtwerten des LAGA-Entwurfs Abfallliste zur energetischen Verwertung in Zementwerken“ vom 31.10.1997 zeige eindeutig, daß die Richtwerte für den Einsatz in Zementwerken für Cu [Kupfer], Hg [Quecksilber], Pb [Blei] und Zn [Zink] bereits bei den Mittelwerten überschritten werden. Bei Cr [Chrom] liegt die gemessene Maximalbelastung des Trockenstabilats über dem Richtwert fürZementwerke. von daher wäre der Einsatz von Trockenstabilat im Zementwerk nicht im Einklang mit den Richtwerten des LAGA-Entwurfes. [Umweltbundesamt, Seite 10]
Insbesondere Quecksilber würde bei einer Verbrennung in Zementwerken zu Problemen führen, da es auf Grund nicht vorhandener oder unzureichender Filtertechniken in den Zementwerken kaum zurückgehalten werden kann, wie Günter Dehoust vom Darmstädter ÖkoInstitut immer wieder betont. [Vgl. KGV-Rundbrief 3+4/98, Seite 17]
Auch bezüglich eines möglichen Einsatzes von Trockenstabilat im Kraftwerk wird von Seiten des UBA darauf aufmerksam gemacht, daß die Vergleichswerte teilweise über den Schadstoffgehalten herkömmlicher Brennstoffe (Braunkohle und Steinkohle) liegen: Die Feststoffkonzentration des Trockenstabilats liegen bei Pb, Cr. Cu, Ni [Nickel], Sn [Zinn] weit über den Werten für Lausitzer Braunkohle, ebenso sind Fluorid und Chlorgehalt von Trockenstablilat 10fach höher als in Lausitzer Braunkohle.
Das zeigt, daß das Trockenstabilat keine Zusammensetzung hat wie Braunkohle, sondern zum Teil höher belastet ist. Des weiteren sind die Schwankungsbreiten der Zusammensetzung des Trockenstabilats höher,als bei Braunund Steinkohle. [Umweltbundesamt, Seite 12]
Als problematisch ist auch die eigens errichtete Energieverwertungsanlage EVA zu betrachten. Die EVA setzt keine besseren Umweltstandards, sondernes wurde versucht, eine möglichst kostengünstige Anlage zu konzipieren. Dies hatte u.a. zur Folge, daß die Anforderungender 17. BlmschV mit einer relativ einfachen trockenen Abgasreinigungstechnikeingehalten werden sollten, statt dem Stand der Technik zugenügen, der mit einer nassen Abgaswäsche wesentlich niedrigereEmissionswerte erzielen könnte. [Vgl. Umweltbundesamt, Seite 9; vgl. auch Lahl, Seite
22. Die geplante Anlage wird voraussichtlich weit mehr an Schadstoffen emittieren, als moderne Müllverbrennungsanlagen.“  Peter Gebhardt, Verbrennungsanlage für Trockenstabilat in Aßlar genehmigt: KGVRundbrief 1 /98, Seite 15.]
Gesamtabfallwirtschaftliche Einordnung.
Unzulässigerweise vermischt wird das Trockenstabilatverfahren mit dem System der Getrennt- sammlung im LahnDillKreis, insbesondere hinsichtlich der Sammlung des Dualen Systems Deutschland (DSD). Da das Trockenstabilatverfahren für sich im Gegensatz zum DSD aber in Anspruch nimmt, ein alternatives Entsorgungskonzept für Abfälle aus dem Siedlungs- bereich, also die Restmüllfraktion, zu sein, ist diese Vermengung unstatthaft. Denn das DSD sammelt und verwertet Verpackungsabfälle, nicht den Restabfall.
Da mit dem Trockenstabilatverfahren die vom BUND geforderte hochwertige werkstoffliche Verwertung von Kunststoffabfällen nicht zu erwarten ist, ist diese Vermischung abzulehnen.
Fazit
Der BUND sieht im Trockenstabilatverfahren kein nachhaltiges, innovatives und zukunfts- weisendes Verfahren und auch kein geeignetes Verfahren zur Gewinnung eines schadstoffarmen Brennstoffes. Der BUND rät den verantwortlichen Politikerinnen daher dazu, dieses Verfahren in ihren Verantwortungsgebieten nicht zu etablieren.

Freilichtbühne könnte eine weitere Attraktion werden – „Stadtreparierer“ Magnus hat Ideenkonzept

Siegen. Es soll Bürger geben, die angesichts des einen oder anderen Blumenkübels in Gestaltungsfragen nicht mehr das übervolle Vertrauen in die Planer der Krönchenstadt haben. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, und die Betonindustrie will ja schließlich auch leben. Jetzt läuft eine neue Offensive in Sachen Stadtgestaltung an. Das Gute für die Verwaltung – und vielleicht auch für die Bürger: Die Federführung für die Planungen liegt nicht im Rathaus. Bürgermeister Ulf Stötzel hat zwar die Schirmherrschaft über die Aktion übernommen, nicht aber die Verantwortung für das, was da zu Papier gebracht worden ist.
Das stammt nämlich aus der Feder des Umweltkünstlers und „Stadtreparierers“ Dieter Magnus. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte, unterstützt von Sponsoren, Magnus auf eigene Kosten engagiert, um Ideen für mehr Grün in der Stadt zu entwickeln (die SZ berichtete). Die Pläne sind gereift und werden demnächst im Rahmen einer Ausstellung im Kundenzentrum der Sparkasse an der Morleystraße der Öffentlichkeit vorgestellt.
„Leben am Fluss – Neue Grüne Mitte Siegen“ nennt sich das Konzept zusammengefasst. Soviel war vorab zu erfahren: Ziel von Magnus und BUND ist es, die Sieg als ein Stück Natur in der Stadtmitte wieder größer und erfahrbarer zu machen. Dazu gehören ein teilweiser Rückbau der Siegplatte inklusive der Einrichtung neuer Geschäfte und Restaurants. Das Siegufer soll verbreitert werden, um Platz für Ruhebänke und eine Flanierallee zu schaffen, wie auf der Zeichnung zu sehen. Bei dem roten Gebäude unten auf dem Plan handelt es sich übrigens um das Apollo-Kino. Das runde rote Gebilde daneben stellt eine Freilichtbühne dar, die in dem Konzept ein weiterer Anziehungspunkt werden soll, wenn denn aus den Theaterplänen etwas werden sollte…
Dieter Magnus ist 1937 geboren, lebt in Wackernheim bei Mainz und hat Bildende Kunst, Philosophie und Biologie studiert. Als Umweltkünstler und „Stadtreparierer“ hat er in der Vergangenheit eine Vielzahl von Plätzen, Quartieren und Wohnhöfen gestaltet.

Bauerngarten dem Berleburger Awo-Kindergarten zum 25-jährigen Jubiläum übergeben

Wenn sich ein Kindergarten, ein Naturschutzbund und eine Versicherungsgesellschaft zusammentun, dann geht`s natürlich rund. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Awo-Kindertagesstätte in Bad Berleburg haben die Organisatoren gemeinsam mit den Eltern für die Kinder die Ärmel aufgekrempelt. Außer Aktionen, Kaffee. Kuchen und Würstchen stand nämlich nach der Begrüßung im Bürgerhaus ein außergewöhnlicher Programmpunkt an: Der BUND und die Bad Berleburger ALLIANZ-Agentur Spies übergaben offiziell den „Bauerngarten“. Nun sind die Lernbeete angelegt und die Bad Berleburger Awo-Kids dürfen ihre Fähigkeiten als Nachwuchsgärtner täglich unter Beweis stellen und dabei viel Neues lernen. Naturschutz und Förderung des Umweltbewusstseins hat sich der BUND ebenso wie die ALLIANZ-Stiftung „Blauer Adler“ auf die Fahnen geschrieben. Ähnliche Öko-Sponsoring-Projekte konnten bereits mit Hilfe der ALLIANZ in anderen Kindergärten verwirklicht werden.

Ökologische Zusammenhänge im Siedlungsbau

Ökologisches Denken und Handeln setzt ganzheitliches Denken voraus, ähnlich den ganzheitlichen medizinischen Betrachtungsweisen. Hierbei ist die Einbeziehung von Körper, Geist und Seele die entsprechende Voraussetzung.  In einem ungestörten Naturkreislauf, ob dies nun pflanzliches oder tierisches Leben oder unsere Lebensgrundlagen Wasser und Luft betrifft, sind alle Abläufe untereinander vernetzt und somit die verschiedenen Abläufe im Gleichgewicht, wie dies auch bei einem gesunden Körper bei entsprechender Ernährung und seelischem Gleichgewicht der Fall ist.  Wird aus dieser Vernetzung ein Glied entfernt, kommt es zu einer Kettenreaktion, die das Gesamtsystem durcheinander bringt. Bis zum Einsetzen der Industrialisierung war die Welt aus ökologischer Sicht einigermaßen in Ordnung.

Ökologische Bauweisen und Baustoffe der Vergangenheit
Da es wenig Transportwege und außer dem Pferdefuhrwerk keine Transportmittel für den Baumaterialtransport gab, wurde überwiegend mit örtlich vorhandenen Materialien gearbeitet. (Die Vermeidung langer Transportwege ist bei der heutigen ökologischen Bewertung von Baustoffen daher eine wesentliches Kriterium) Gebaut wurden Häuser entweder massiv in Naturstein, der vor Ort abgebaut, bearbeitet und verbaut wurde oder in Fachwerkbauweise, da Wald in ausreichendem Maße vorhanden war; Lehm in den Talauen und Weiden in den Auwäldern für die Gefache ebenfalls.  Die Geflechte der Gefache wurden mit Strohlehmbatzen verschmiert und darauf ein Putz aus Lehm, Tierhaaren und Kalk aufgebracht. Örtlich unterschiedlich wurden auch ungebrannte Lehmziegel vermauert. In lehmarmen Gebieten wurden auch ungebrannte Ziegel verwandt. Aus dem 17. Jahrhundert sind einige wenige Häuser erhalten, die mit meterdicken Wänden bis zu 4 Geschosse in massiver Lehmbauweise errichtet wurden. Für die Dachdeckung fanden je nach örtlichen Gegebenheiten Stroh, Reed, Schiefer und Dachziegel Verwendung. Der Dachziegel hatte und hat hierbei den höchsten Energieeintrag bei der Herstellung zu verzeichnen. (Energieaufwand zur Materialherstellung = Primärenergie)  Das Ziegelbrennen geht auf die alten Römer zurück und ist somit ein historischer, jahrtausendealter Baustoff.  Die bisher genannten Bauweiden, sind bis zum heutigen Tag noch gebräuchlich, wenn auch die Lehmbauweise in der Bundesrepublik nur noch von einigen wenigen Firmen ausgeführt wird. Sowohl ökologisch, als auch aus Sicht der Baubiologie sind die zuvor beschriebenen Materialien einwandfrei.

Ökologische Situation heute und die erforderlichen Bauweisen
Durch die industrielle Entwicklung, Erfindung der Eisenbahn, des Autos, des Flugzeugs, sprich durch die grundsätzlich mögliche Mobilität des Einzelnen, Transporte von Massengütern und dem sich daraus ergebendem Wandel der Lebensumstände sind die Ansprüche des Einzelnen stark gestiegen. Hieraus resultiert ein enormer Anstieg des Energiebedarfs in den letzen 60 Jahren. (CO2-Effekt)  Die Minderung des Energieverbrauchs stellt das Hauptkriterium der heutigen ökologischen Denkansätze dar. Die Prämisse der Bauschaffenden muß heute lauten; möglichst ortsnah hergestellte, mit wenig Primärenergie belastete, natürliche Baustoffe zu verwenden und daraus Gebäude zu erstellen, die in der Bewirtschaftung den „echten“ Niedrigenergiehausstandard erreichen oder sogar unterschreiten (Passivhaus).

Gebäudekonzepte
Das Ziel sollte sein, den Energiebedarf soweit herunterfahren zu können, daß es Sinn macht, solare Energie anzuwenden – sowohl passiv als auch aktiv. Die energetische Amortisation muß hier im  ordergrund stehen, d.h. die für die Herstellung einer Solaranlage aufgewendete Energie muß durch die erbrachte Energieleistung in möglichst kurzer Zeit wieder erbracht sein.  Dies ist als Beispiel zu verstehen. Die Betrachtungsweise Baustoffe über den Energieeintrag zu deren Herstellung (Primärenergie) zu bewerten ist zunächst das Hauptkriterium. Es macht wenig Sinn eine hoch wärmedämmende Außenwand herzustellen, deren Materialien mit sehr hohem Energieaufwand erzeugt wurden, um anschließend in geringem Maße Heizungsenergie einzusparen.