BUND-Jahresbericht 2014

Pressemitteilung des Bund für Umwelt und Naturschutz  (BUND)

„Wo wir uns finden, wohl unter Linden“ – soll dieses alte Volkslied die einzige Erinnerung an Zeiten sein, wo man sich in der Ortsmitte unter schützenden Blätterdächern ein Stelldichein gab, fragt die Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz ( BUND). Die Bäume auf dem Roten Platz in Kreuztal, in diesem Fall Platanen, sollen demnächst bis auf einen weichen, so die Ratsentscheidung. Noch kahler und leerer wird dann die Fläche, deren begrünte Arkaden schon zuvor verschwunden sind. Der Bürgerwille spricht sich zwar immer wieder für den Erhalt von altem Baumbestand aus, manche Politiker folgen dennoch anderen, sogenannten „Zwängen“: Sichtachsen auf die Geschäftswelt, Arbeitseinsätze wegen Laubabwurf, bis hin zu plötzlich auftretenden Krankheiten können schließlich das Startzeichen zur  Fällung sein.
Der ökologische Wert eines solchen Staubfilters, Sauerstoff- u. Schattenspenders, Schlaf- Nahrungs- u. Brutplatzes für die Tierwelt wird dann sichtbar, wenn die  winzigen Ersatzbäume kostenmäßig im Haushalt zu Buche schlagen. Ein Vielfaches ist ein seit 30 Jahren herangewachsenes Exemplar wert. Der Naturschutzverband appelliert an die Entscheidungsträger, keine Radikalkur vorzunehmen, sondern den sonst gern vorgetragenen Bekenntnissen zum Klima-und Umweltschutz auch Taten folgen zu lassen!