BUND naturkundlich unterwegs.

Auf die lehrreiche Exkursion des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), konnte sich die Gruppe, die sich am Siegener Bahnhof eingefunden hatte, schon während der Bahnfahrt nach Littfeld freuen. Hatte doch Martin Zapletal, Vorsitzender des Umweltverbands, eine Wanderung zu Besonderheiten unserer Heimat versprochen: Es sollten unter anderem die botanischen Schätze des Grubengeländes und der Wälder bei Burgholdinghausen erkundet werden. Eines der bedeutendsten Bodendenkmäler Südwestfalens .
Mehrere Haldenweier, Teiche und Tümpel, die mit schütter bewachsenen Haldenkomplexen abwechseln, geben dem Naturschutzgebiet sein Gepräge.
Die ehemalige Grube Altenberg auf dem Gelände ist nicht nur naturkundlich, sondern auch historisch interessant. Bereits im 12. Jahrhundert wurden hier Erze gefördert. Schautafeln geben eine Rückschau auf eine mittelalterliche Bergbausiedlung. Umgeben von Wäldern unterschiedlichster Ausprägung, bieten sich völlig unterschiedliche Lebensräume der vielfältigsten Flora und Fauna. Seltene Arten wie das gefleckte Knabenkraut an den Wegrändern oder die Hallers Grasnelke fühlen sich in den verinselten heidegebietsartigen Biotopen wohl. Auch der sogenannte ‚Wasserschlauch‘, in den Weihern ist eine Besonderheit. Die unter der Wasseroberfläche verborgene Pflanze erbeutet mittels kleiner Fangblasen kleine Wassertierchen.
Der anschließende steile Anstieg zum Kindelsberg führte an einer etwa 150 Jahre alten, beeindruckenden Fichte vorbei. Oben angekommen, hatte man die Ruhe und Beschaulichkeit der Bergbaufolgelandschaft hinter sich gelassen und mischte sich in den sonntäglichen Ausflugsverkehr. Hier am 618 m hohen Aussichtspunkt bildete der imposante Rundblick den Abschluss der Exkursion, bevor gut gestärkt der zügige Abstieg zum Bahnhof nach Kreuztal beginnen konnte.

Fotos: I.Schu-Wi.