Weinlese 2012 – in vino vertias

Weinlese 2012 (1)Achthundert Liter Wein, in rheinhessischen Weinbergen gelesen, sind der ganze Stolz der fleißigen Siegerländer, die jetzt mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz zum ökologischen Weingut Hothum fuhren. Jedes Jahr am 3. Oktober macht sich der Umweltverband auf, um die befreundete Winzerfamilie in der Nähe von Bingen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. In diesem Jahr startete Neues Bild__eine große Gruppe mit zahlreichen Kindern an Bord eines Siegener Reisebusses. Bei herrlichem Wetter konnte man die idyllischen Städtchen entlang des Rheins entspannt auf sich wirken lassen. Doch nicht nur das gemütliche Beisammensein am gedeckten Tisch zur Vesper und bei der Weinprobe verbindet: „Vor allem das Miterleben vom Wachsen und Gedeihen der Früchte, die die Natur uns schenkt, bringt uns die Neues Bild_Bodenhaftung. Bis es köstlicher Wein werden kann sehen wir, dass vor dem Genuss die oft schweißtreibende, wenn auch erfüllende Pflicht steht. Das wissen wir zu schätzen, so die Umweltschützer. Viel Neues gab es rund um den Weinbau zu erfahren. So erklärte Karl Hothum als Inhaber des Weinguts, dass der Klimawandel in der Region unmittelbar zu spüren sei. Durch die Erwärmung müssten zum Beispiel für den Riesling neue, kühlere Standorte gefunden werden. Infrage kämen fast nur noch Nordhänge, während Rotweine an den Südhängen immer bessere Qualität lieferten. „Warum denn in die Ferne schweifen, sieh das Gute liegt so nah“ – diesem alte Goethewort hat sich der BUND verschrieben. Er sieht es als Wert an, die Direktvermarktung von landwirtschaftlichen Produkten in der Nähe zu fördern. „Unsere bäuerlichen Betriebe sollen Bestand haben, dazu können Verbraucher bewusst beitragen.“