EINWEG ist KEIN WEG

Entschieden wendet sich die Kreisgruppe Siegen des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) gegen Bestrebungen der Discounter, Getränkedosen wieder hoffähig zu machen. Mehrwegsysteme und Glasgefäße seien ökologisch weiter im Vorteil, besonders beim Versand auf kurzem Wege unter 200 km. Der BUND bemängelt das kurzfristige Denken des Handels wenn z.B. der Sprecher der Rewe-Gruppe meine „die Dose sei die ideale Kleinpackung für unterwegs.“ Viele Bürger und Bürgerinnen nähmen den Umweltschutz sehr ernst, so Marco Schöler vom Siegener Umweltverband: „Sie achten auf ökologische Verpackungen, Schulklassen beteilgen sich an Säuberungsaktionen der Landschaft. Die Bürger sind gewissenhaft bei der Mülltrennung und haben von daher ein Recht auf eine optimale Entsorgung und vor allem Restnutzung. All dies wird sich verschlechtern, wenn der Ex-u.Hopp-Gedanke wieder zunimmt“.  Der Warentourismus über große Strecken belaste das Klima und schädige unser Straßennetz, so die Umweltschützer weiter. Im Gegensatz zum Kaufen und Wegwerfen stehe eine Produktion hochwertiger, auf lange Zeit nutzbarer und immer wieder befüllbarer Behältnisse.
Der BUND relativiert zudem die Aussage des Rewe-Sprechers, wonach der Kunde langfristig das Sortiment im Handel bestimme. Der Handel könnte viel öfter die Kunden mit ihren Wünschen unterstützen. Es sei nicht die Verbraucher gewesen, die die Getränkedosen eingefordert hätten. Wahrscheinlicher sei, dass Kostengründe des Handels eine Rolle spielten. Das letzte unerfreuliche Beispiel sei der Kampf um die Kartoffelsorte „Linda“ gewesen. Die meisten Verbraucher, nicht nur im Siegerland, würden sich freuen, wenn der Handel wirklich auf die Wünsche seiner Kunden einginge und den Umweltschutz vorantriebe. Als Wächter vor gentechnisch manipulierter Ware könne schon einmal ein starkes Zeichen gesetzt werden.