EHEC-Skandal – oder Schrebergarten?

Sprossen des Bockshornklees aus Ägypten wurden als Verursacher der EHEC-Erkrankungen ausgemacht. Dies zeigt, dass unsere  Lebensmittel weltweit im Austausch sind. Importverbote für deutsche Gurken in Russland, Einfuhrverbote von spanischem Gemüse in Deutschland, kennzeichneten vor Entdeckung des Erregers die Märkte. Die verunsicherten Verbraucher liessen das zunächst in Verdacht geratene Gemüse links liegen. Rieseneinbussen für unsere Bauern folgten. Eins sollte uns aber doch zu denken geben: Völlig unberührt von all den Aufregungen waren jene, die längst auf die Erzeugnisse des eigenen Gartens zurückgreifen oder dem Gemüsbauern um die Ecke vertrauen konnten. Der frische Salat und die knackigen Radischen der Saison lieferten die frühlingsfrischen Zutaten. Nun ist der Skandal in weite Ferne gerückt, doch der BUND bleibt in Sachen Ernährung immer am Ball. Ein Blick in die Obstabteilungen unserer Supermärkte zeigt, dass weiterhin trotz horrender Preise zu weit angereisten Produkten gegriffen wird. Griechische Kirschen das Kilo zu 4.90 E, während sich in den Gärten und den Straßenrändern die Bäume biegen und die Früchte ungenutzt zur Erde fallen. Die Kasse zeigt 2.45 Euro für das klitzekleine Schälchen Himbeeren, wo doch der Wald voll der herrlichsten Früchte ist.  Hallo!!! Eigene Kräfte und Ideen mobilisieren, werden wir ein Volk von neuen Gärtnern!