Baumschutzsatzung Siegen

Von der jüngst beschlossenen Änderung der Baumschutzsatzung, die im Siegener Rat in geheimer Abstimmung erfolgte, zeigt sich der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) überrascht und betroffen. Ein weiteres Mal habe die Satzung einen Rückschritt erfahren, nachdem bereits im Jahre 2006 Pappeln, Weiden und Birken aus dem Schutz entlassen wurden. Erneut eine habe es auch eine Aufweichung der einstigen Beschlüsse gegeben, indem der Stammumfang erhöht wurde.
Der BUND-Vorstand richtet an die Antragsteller die Frage:
WAS IST ORTSBILDPRÄGEND  und  WAS  IST  SCHÜTZENSWERT?
Solange hierfür nicht eindeutige Kriterien festgelegt würden, sei der Beliebigkeit Tür und Tor geöffnet. Man weicht wieder mal vor den Forderungen der Bürger zurück. – Wer entscheidet übrigens zwischen Innen- und Außenbereich?
Weit mehr als eine Satzung gebe eine verlässliche und  eindeutige Baumschutz- verordnung  der Bevölkerung mehr Sicherheit.
Ein stimmiges Konzept, das den gesamten Bereich der Stadtökologie berücksichtige, sei der einzig richtige Weg.
Die biologische Vielfalt zu erhalten ist die diesjährige internatonionale Übereinkunft von Staaten. Das Jahr 2010 ist zum Jahr der Biodiversität bestimmt worden. Da stehe es den verantwortlichen Parteien gut an, nicht nur darüber zu reden, sondern vor Ort auch umzusetzen. Dazu gehöre, den vorhandenen Bestand zu erhalten und zu pflegen und auch jüngere Bäume einzubeziehen.
Abschließend wünscht sich der BUND eine größere Achtung vor der Lebensweise  unserer Vorfahren, in der die Natur und insbesondere Bäume einen hohen Stellenwert besaßen, Wenn konservativ im eigentlichen Sinne bewahrend heiße, hätten besonders diese Parteien eine Verpflichtung, ihren eigenen Leitlinien gerecht zu werden