BUND kritisiert deutlich die Entlassung von Naturdenkmälern aus dem Naturschutz

Die Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)hat in einer Stellungnahme deutlich die Entlassung von 61 Naturdenkmälern (Bäumen) aus dem Naturschutz kritisiert. Dass Bürgerinnen und Bürger durch die Bäume verletzt werden könnten, sei nur ein vorgeschobenes Argument der verantwortlichen Stellen. In Wirklichkeit wolle man beim nur Kosten einsparen, die die Kontrolle und Pflege  verursache, mutmaßen die Umweltschützer. Kreis und Gemeinde Wilnsdorf schöben sich in dieser Sache gegenseitig den Schwarzen Peter zu. Der BUND stellt mit Bedauern fest, dass in der letzten Zeit immer mehr Aufgaben auf die Bürger abgewälzt werden. So auch die geplante Haftung der Grundstückseigentümers für die Naturdenkmale „im Rahmen des Zumutbaren“, was auch immer dieses bedeute. Die CDU/FDP Landesregierung verlasse so die von der Vorgängerregierung eingetretenen ökologischen Pfade. Für viele Privatgrundstücke im Außenbereich entfalle der strenge notwendige Biotopschutz wie z. B. in Wilnsdorf. Dies betreffe unter anderem Orchideenwiesen sowie Magerwiesen und – weiden. Der BUND warnt davor,  die Naturschutzplanungen in Arnsberg, die angeblich neu aufgerollt werden sollen, gegen die Natur zu führen. In einer aufwändigen Nachschau hat der Naturschutzverband zusammen mit dem NABU und der Unteren Landschaftsbehörde versucht, einige  Naturdenkmale zu retten. Allein in Wilnsdorf ist man noch einmal fünfzig Naturdenkmale abgegangen! „Bäume symbolsieren von altersher  Brauchtum, Vitalität und Lebenskraft. –  „Mein Freund, der  Baum“ darf nicht länger eine blosse Worthülse sein, fordern die Naturfreunde noch einmal mit Nachdruck und hoffen nun, dass bei der Regierung dazu das letzte Wort gesprochen wird.