Naturschutz und Heimat

Der Biologischen Station Rothaargebirge stattete jetzt der Vorstand der Kreisgruppe Siegen des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) einen Besuch ab.
Der gemeinnützige Verein in Erndtebrück unter der Trägerschaft des Kreises Siegen-Wittgenstein ist mit seinen Arbeitsschwerpunkten Bindeglied zu den Naturschutzverbänden. Man profitiert gegenseitig vom Fachwissen der Institutionen und unterstützt sich bei den verschiedensten Exkursionen, Vorträgen und Informationsveranstaltungen. Naturschutz und Heimatpflege der Bevölkerung anschaulich näherzubringen, ist das gemeinsame Ziel. Peter Fasel, als Leiter der Station erläuterte bei der Besichtigung des Gebäudes die Aufgaben der verschiedenen Abteilungen: Hier werden Umweltdaten aus unserem Kreis gesammelt, ausgewertet und archiviert. Tier- und Pflanzenbestände, sowie seltene Biotope in- und außerhalb geschützer Gebiete erfaßt und überwacht. Dennoch seien viele Probleme noch ungelöst, bedauert der engagierte Biologe. Zwar ist die Umweltpollitik in Deutschland erfolgreich gewesen und hat zum Teil sehr deutliche Verbesserungen bei der Reinhaltung von Wasser, Luft und Boden gebracht, doch der anhaltende Rückgang der Artenvielfalt, macht uns Sorgen. Ein besonderes Augenmerk richten Fasel und sein Team auf die hiesige Landwirtschaft. Über dreihundert Landwirte haben auf einer Fläche von 1800 Hektar Bewirtschaftungsverträge abgeschlossen und erhalten damit unsere Kulturlandschaft, etwa durch den Schutz von Hecken und Obstbaumwiesen. Günter Hoffmann, Naturschutzwart beim BUND, hatte noch einen weiteren Vorzug des amtlichen Naturschutzes ausge-macht: Wie wertvoll ist es doch, dass die Biologische Station im praktischen Naturschutz mit einem Pflegetrupp arbeiten kann. Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt nur schlechte Chancen haben, werden durch fachliche Anleitung zu zuverlässigen und wertvollen Mitarbeitern und helfen Natur und Umwelt. Kontakt: Biolog. Station Tel.02753/598330