BUND-Umweltpreis an ‚Pro Johannlandbahn e.V.‘

Es hat nicht geklappt! In Netphen werden Schienen abgerissen! Anderorts wie bei der Daadetalbahn, der Hellertalbahn, der Rothaarbahn und der Siegtalstrecke werden für den Personenverkehr immer mehr Gleise reaktiviert und frequentiert, aber nicht so in der Ge-meinde Netphen. Dabei war es ausdrückliches Ziel des neuen Regionalplanes „die Schienen-verbindung Siegen – Netphen – Deuz (Johannlandbahn durch infrastrukturelle Maßnahmen zu verbessern und für eine Reaktivierung des Personennahverkehrs vorzubereiten. Auch neue Argumente im Frühjahr 2007, die Strecke nach der Sturmkatastrophe für den Holztransport und viele ortsansässige Betriebe zu erhalten – mal ganz abgesehen von ihrer touristischen Bedeutung für Zugang zum Rothaarsteig – haben in Netphen kein Umdenken gebracht. Nach wie vor quält sich der Individualverkehr lärmend und stinkend auf kurvenreichen Straßen durch das Netpherland. War es Unkenntnis, Gleichgültigkeit oder gar Unfähigkeit zum Um-denken in der Netphener Verwaltung und den verantwortlichen Parteien beim Kreis Siegen- Wittgenstein im Zeitalter der global drohenden Klimakatastrophe aus kurzsichtigen wirt-schaftlichen Erwägungen dieses Vorhaben der Reaktivierung der Johannlandbahn abzu-schmettern?
Die Bürgerinitiative “Pro Johannlandbahn e.V.” hatte sich für die Wiederinbetrieb-nahme des schienengebundenen, öffentlichen Personennahverkehrs auf der Strecke (Werthen-bach -) Deuz – Netphen – Siegen – Hauptbahnhof eingesetzt. Der Verein wurde im Frühjahr 1998 gegründet. Sein Ziel war die Reaktivierung des Personenverkehrs auf der Johannland-bahn. Um dies zu erreichen, führten sie Informations- und Aufklärungsveranstaltungen durch. Sie  suchten den Kontakt zu Politikerinnen und Politikern aller Parteien und zu Verkehrsbe-trieben. Sie berieten Bürgerinnen und Bürger sowie Planer etc. Dazu boten sie Präsentationen und Diskussionen an. In ihren Zeitungen erkennt man nicht nur idealistisches Engagement, sondern vor allem Beharrlichkeit, Gründlichkeit und Professionalität. Wie Umfragen, Presse-berichte, Unterschriftensammlungen zeigen, suchte die Initiative stets den Konsens mit der breiten Öffentlichkeit und fand ihn auch.
Wie aus den Darstellungen im heute gültigen Regionalplan hervorgeht, war der Verein in seiner Argumentation den modernen Gründen „Pro Bahn“ und gegen „Nur Auto“ praktisch um fast 10 Jahre voraus.

Mehr Infos => Bürgerinitiative ‚Pro Johannlandbahn‘