Planungskonzept „Neue Mitte Gräselberg“

Das Planungskonzept „Neue Mitte Gräselberg“, das unter Mitwirkung des „Stadtreparierers“ Dieter Magnus entstanden ist, nahm der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) jetzt zum Anlass, die Skizze Burbachs Bürgermeister Dröge zukommen zu lassen. Die Umweltschützer sind der Ansicht, dass sich der Entwurf hervorragend für die neue Ortsmitte Burbach eignet.Dieter Magnus, von der Siegener Bürgerinitiative „Ohne Grün ist alles grau“ und dem BUND bereits für Siegen engagiert, hatte für die Stadt Wiesbaden ein in die Jahre gekommenes Einkaufszentrum überplant, dessen 1. Bauabschnitt dieser Tage eingeweiht wurde. Wichtig ist Magnus dabei stets eine Verknüpfung von Neuem und Bestehenden. Die Umweltschützer sind der Ansicht, dass von den Wiesbadener Plänen wertvolle Anstöße übernommen werden könnten und schlagen der Gemeinde vor, den im In? u. Ausland gefragten Magnus auch in Burbach zum Zuge kommen zu lassen. Wenn auch nur kleine Elemente verwirklicht werden könnten, so der BUND Vorstand, bedeute dies für die Gemeinde im südlichen Siegerland eine Aufwertung der gesamten bisherigen Planungen. Neubebauungen müssten immer ein geschlossenes, lebenswertes Ortsbild zum Ziel haben. Der BUND ist sicher, mit den Magnusschen Visionen Denkanstöße geben zu können, die sich ohne großen Aufwand in die Tat umsetzen ließen. Zu Ausstellung und Dieter Magnus: Auf der Weltkonferenz der UNESCO Anfang April 1998 in Stockholm war die Ausstellung von Dieter Magnus ein abschließender Höhepunkt, nachdem sie zuvor seit dem Start 1988 in Paris als deutscher Beitrag zur „Weltdekade für kulturelle Entwicklung“ der UNESCO in mehr als 100 Städten so erfolgreich gezeigt wurde ? ein eindrucksvoller Beleg, welche innovative Aussagekraft die Arbeiten von Dieter Magnus haben. Von Dieter Magnus sind vielfältige Impulse für einen neuen, natur? und menschengerechten Stadtumbau ausgegangen rund um den Globus, Maxime seines Handelns sind dabei nicht Zerstörung und Neubau, sondern Sicherung des Vorhandenen durch Umgestaltung und Verbesserung. Es lag nahe, einen solchen einfühlsamen und phantasiebegabten Umweltkünstler und „Stadtreparierer“ zu bitten, auch über eine städtebauliche Situation in Siegen nachzudenken. Seine nun vorliegende Vision „Leben am Fluss“ zeigt uns ganz neue Aspekte, frappierend einfach und faszinierend zugleich. Der Künstler verbindet die Überlegung, die Sieg als ein Stück Natur in der Stadtmitte wieder größer und erfahrbarer zu machen, mit einem teilweisen Rückbau der Siegplatte, oben mit neuen Geschäften und Restaurants, Sitzterrassen Freiluftbühne und Flanierallee. Eine solche „Neue grüne Mitte“ könnte Siegen enorm aufwerten ? insgesamt eine hervorragende Anregung für zukünftig zu führende Diskussionen um die weitere Ausgestaltung der Innenstadt. Dieter Magnus: Kunst & Natur Landschaften, Beiträge zu Stadtreparatur und Wohnumfeldgestaltung aus der Sicht eines Umweltkünstlers Leben am Fluss, Neue Grüne Mitte Siegen, Stadtvision und Ideenkonzept für Rückbau und Aufwertung von Sieg und Siegplatte, Zusammenspiel von Stadtgrün und Stadtkultur Schirmherrschaft: Der Bürgermeister der Stadt Siegen und der BUND ( Bund für Umwelt und Naturschutz e. V, Kreisgruppe Siegen-Wittgenstein, Ausstellungsdauer: Di, 17. Oktober ? Fr, 10. November 2000, Öffnung während den üblichen Geschäftszeiten der Sparkasse Siegen (mittags durchgehend). In der Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog mit 400 Abbildungen erhältlich. Biografie Dieter Magnus 1937 geb. 1960/66 Studium Bildenden Kunst, Philosophie und Biologie. Lebt in Wackernheim bei Mainz seit 1981. Internat. Tätigkeit als Umweltkünstler, „Stadtreparierer“ und Gastlehrer an Universitäten. Gestaltungen von Plätzen, Quartierparks und Wohnhöfen. Filme für das Deutsche Fernsehen. Zahlreiche Auszeichnungen u.a. 1974 Adolf-Grimme-Preis in Silber, 1991 „Stadtkünstler von Unna“, 1995 Environment Regeneration Award von der Scottish Natural Heritage, 1997 Rubens Medaille der UNESCO. 1988/97 Welttournee der Ausstellung „Kunst? und Naturlandschaften“ in über 100 Städten. Veranstalter: Deutsche UNESCO-Kommission u. Goethe-Institut. Pilot-Projekte: 1981 Grüne Brücke Mainz, 1991 Garnethill Park in Glasgow, 1997 Wohnen im Wohnumfeld in Mainz, 2000 Stadtteilplatz Neue Mitte Wiesbaden-Gräselberg.