BUND besucht Eichenhof in Burbach

“ Wo die saftigen Steaks herkommen“ war der Titel einer Exkursion, den die biologische Station Erndtebrück durchführte. So machte auch ich mich morgens um 9.30 auf den Weg zum Eichenhof in Burbach
Ganz im Grünen eingangs des Buchhellertals gelegen liegt das Hofgebäude an einem großen Teich der von mächtigen Erlen umstanden ist. Landwirt Knipp, der den Betrieb als Nebenerwerb betreibt, führte die Anwesenden zu den Stallungen. Wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit im Mai waren dieTiere mehrheitlich auf den Weiden. Im Gebäude befanden sich lediglich 1 Zuchtbulle, tragende Kühe und eine Mutter mit 2 Kälbchen. Die Stallungen von Landwirt Knipp werden z.T. nach altem Brauch mit Stroh ausgestreut, z. T. findet man aber auch Spaltenböden. Für das traditionelle Höhenfleckvieh aus früheren Zeiten fand sich sicher noch viel Platz. Die mächtigen, weißen Charleroirinder müssen sich allerdings mit den Verhältnissen begnügen. Knipp zieht die Tiere bis zu einer bestimmten Mastreife heran, danach werden sie auf Viehmärkten weiterverkauft bis sie zur Schlachtreife gelangen. Einige Tiere gehen aber auch zu privaten Metzgern in die Region. Der BUND begrüßte das Engagement von Knipp, der in seinem Herzen immer ganz Landwirt geblieben ist. Gern würde er sich einer ganzheitlichen Tierhaltung verschreiben, doch die Marktbedingungen sind noch nicht so, daß sein Kleinbetrieb, den er mit seiner Schwester allein bewirtschaftet, personell in der Lage ist, auf einen Öko-Betrieb umzustellen. Gegen die Massentierhaltung ist der Knipp-Hof aber ein Idyll in dem die Tiere viel Bewegungsfre iheit haben und hofeigenes Futter fressen können. Ob diese kleinbäuerliche Landwirtschaft Zukunft hat, entscheidet letztlich der Verbraucher, der bereit sein muß, für hofeigenes Fleisch etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Ines Schulte-Wilde