BUND – Besuch im Ligno-Park

Unsere Vorfahren pflanzten und schützen den Wald weil sie sich bewußt waren, daß er Ihnen nicht nur Brennmaterial, sondern auch Bauholz liefert. Trotzdem ist Holzarchitektur in unserem Raum immer noch Neuland. Während zum Expo-Gelände tausende Menschen strömten um sich die zukunftsweisenden Holz- Siedlungsbauten anzusehen, die als Agenda Vorzeigeprojekte gelten, wurden bereits in Ferndorf schon die wegweisenden Pläne des Architekten Manfred Arlt in die Tat umgesetzt. Jetzt konnte sich der Vorstand des Bund für Umwelt u. Naturschutz (BUND) Kreisgruppe Siegen, an Ort und Stelle ein Bild von der Effizienz der Massivholzbauweise, gepaart mit durchdachten Wärmespeichermöglichkeiten machen. Angetan von der gefälligen Architektur besichtigten die Umweltschützer mehrere Wohnungen im Arlt Ligno-Park. Arlt, ein Pionier auf dem Gebiet energiesparenden Bauens ist von Jugend an fasziniert vom Material Holz. Vom Schreiner und Zimmermann zum Architekten begleitete ihn der natürliche Baustoff durch lange Jahre seines Schaffens, aber erst jetzt konnte er sich den Traum eines Projekts „betreutes Wohnen in gesunder Umgebung“ verwirklichen. Schon seit einigen Wochen ist das erste Haus auf dem Gelände bezugsfertig. Arlt-Ligno-Parl abends um acht: In den sonnendurchfluteten Loggiagängen spürt man das ideale Raumklima, den angenehmen Geruch und die wohltuende Temperatur des Wärmespeichers Holz. Die in sämtlichen Räumen verlegten Holzböden geben ein angenehmes Licht und optimalen Trittschall. In allen Fluren wurden ausschließlich Naturmaterialien verlegt. Terracottafliesen, Gipsputz in venezianischem gelb, Massivholz-Fenster und -Türen in Himmelsfarben , da kommen die Umweltschützer ins Schwärmen. Solarspeicher, Regenwassernutzung, behindertengerchte Eingänge sind weitere Schlagworte einer Bauweise, die den Agenda-Gedanken in jedem Bauabschnitt berücksichtigt hat, der da heißt:: „Die Nachhaltigkeit der Wirtschaftsweise ist das oberste Ziel einer menschen-u. umweltgerechten Welt von morgen.“ Schonender Umgang mit Ressourcen, Wiedergewinnung von Wasser und Energie, Müllver-meidung, sind die Prinzipien eines Bauens, das als ökologisch verstanden werden kann. Holz übt dabei eine soziale ästhetische und kulturelle Funktion aus, waren sich die Mitglieder des BUND einig, es sei deshalb nötig, dem Jahrtausenden alten Baustoff Holz wieder einen höheren Stellenwert beizumessen.