2001 – 10 Jahre Sonderabfalldeponie in Rudersdorf

10 Jahre sind seit den Ereignissen um die geplante Sonderabfalldeponie in Rudersdorf vergangen, doch noch immer ist die ehemalige Bürgerinitiative gegen Giftmüll in Rudersdorf bemüht, in Sachen Naturschutz Aufklärungsarbeit zu leisten. Gelder, die im Vereinsvermögen vorhanden sind, sollen nach der Satzung für öffentliche Zwecke angelegt werden. So sind z.B. bereits mehrfach Schulen und Kindergärten mit Arbeitsmaterialien unterstützt worden. Jetzt übergab der Landschaftpflege u. Naturschutzverein (NLW) Wilnsdorf ein Gutachten über das Wimmersbachtal in Rudersdorf an den Leiter der Unteren Wasserbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein. Nach und nach hatte der BUND Gewässeranalyst Ulrich Banken seine sogenannte „Inventur“ verschiedenster Rudersdorfer Gebiete ergänzt, da es dem LNW wichtig erscheint, im Gewässerbereich gutachterliche Grundlagen zu schaffen. Ziel sei es, die Naturschutzwürdigkeit zu beantragen. So wurde z. B. das äußerst seltene Haarkelchmoos, eine wichtige Zeigerpflanze, in relativ großen Mengen gefunden. Dieses eiszeitliche Relikt kommt vorwiegend an unverdorbenen Bachläufen vor und unterstreicht die Reinheit des Gebietes mit der Gewässergüteklasse I . Die Bestandsaufnahme im Wimmersbachtal, unweit der „Anzhäuser Mühle“ stellt laut Amtsleiter Dr. Henning Trippe eine wertvolle Arbeitshilfe für die Wasserbehörde dar. Er stellte den Bezug zu einer qualifizierten Doktorarbeit her, die der Gemeinde Wilnsdorf auch als Grundlage für ihren Landschaftsplan dienen könne Die Mitgliede